Motorackergäule lassen es rauchen

Zum 14. Russentreffen an der Goldbachstraße werden wieder hunderte Traktoren erwartet. Diesmal bekommt das Auspufftuckern musikalische Konkurrenz.

Oberlungwitz.

Am Freitag heißt es auf dem Festplatz an der Goldbachstraße schon einmal Vorglühen. Denn: Die Belarussen kommen. Beim 14. Russentreffen werden sich unzählige getunte Motorackergäule und andere Oldtimer ein Stelldichein geben.

Tausende Zuschauer werden an den drei Tagen erwartet. Höhepunkt für die Zuschauer ist das Traktorpulling. Dann zeigen die Maschinen, was sie tatsächlich an Pferdestärken unter der Haube haben. Gefahren wird in drei Gewichtsklassen. Wer den tonnenschweren Schlitten an weitesten bergauf schleppt oder den Full Pull, also die ganze Strecke, in der kürzesten Zeit schafft, ist Sieger. Schon am Freitagabend gibt es ab 20Uhr bis maximal 22 Uhr das Nacht-Pulling. Nebenher läuft die Party im Festzelt.


Der Samstag startet 10 Uhr mit dem Freien Training der Pulling Teilnehmer und es gibt Traktorrundfahrten im Oldtimer-Garten. Ab 11 Uhr macht der Hegebachmusikant alias Gerd Beinicke aus Gersdorf mit seinem Akkordeon den Auspuffklängen der Schlepper-Armada Konkurrenz. Das Gersdorfer Original ist ein Garant für Biergemütlichkeit.

Ab 14 Uhr bestreiten die Pfaffenberger mit ihrer Blasmusik im Festzelt fast ein Heimspiel. Nebenher gibt es Schauvorführungen der Salbitzer Sensenfreunde. Während ab 19 Uhr Rock Revival Gera für Tanzmusik sorgt, geben die Fahrer der Traktoren Gas. Denn ab 22 Uhr gibt es Showläufe beim "Pulling bei Nacht".

Der Sonntag beginnt traditionsgemäß mit der Traktorausfahrt über den Sachsenring. Parallel dazu läuft das Probetraining der Pullingklassen. 11 Uhr greift noch einmal der Hegebachmusikant in die Akkordeontasten. 12.30 Uhr bekommen die Oldtimer ihre Pokale verliehen. Dabei gibt es auch den Pokal für Sachsens stärksten Russen. Ab 14.30 Uhr geht das Finale der Pullingklassen 1 und 3 über die Bühne. Das wird im Festzelt musikalisch untermalt mit der Bigband Swing'n Sax.

Trotz der vielen Maschinen, die das ganze Wochenende über Höchstleistung betreiben, sieht Veranstalter Thomas Werner kein Umweltproblem. "Jeder, der mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, belastet die Umwelt stärker", meint er. Die meisten Teilnehmer kommen dazu mit normalen Traktoren, die ohnehin im Verkehr unterwegs sind. "Es sind nur um die fünf hochgezüchtete Maschinen", sagt Werner. Er selbst hat eine solche und verbraucht laut eigener Aussage an dem Wochenende etwa zehn Liter Diesel.

Im Rahmenprogramm läuft alles, was die Herzen von großen und kleinen Traktorfans höher schlagen lässt: Teile und Händlermarkt, Oldtimergarten, Ausstellung der neuesten Belarus-Modelle, Modelltraktorenschau, Traktorwippe, Ponyfahrten, Hüpfburg und Streichelzoo.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...