Nordheim dankt seinen Lebensrettern

Zwischenzeitlich ist die Lage für Lichtensteins Bürgermeister durchaus ernst gewesen. Zukünftig möchte er etwas auf die Bremse treten.

Lichtenstein.

Thomas Nordheim gibt ein Lebenszeichen von sich. "Pünktlich zum Pfingstwochenende durfte ich nach erfolgreicher Reha in der Ilmtalklinik in Bad Berka nach Hause", schrieb Lichtensteins Bürgermeister Anfang der Woche auf seiner Facebook-Seite.

"Ich bin beschwerdefrei und schrittweise wieder belastbar", sagt Nordheim nun auf Anfrage. Schon ab dem 15. Juni möchte er die Amtsgeschäfte wieder übernehmen.

Dabei ist die Situation für den 56-Jährigen durchaus ernst gewesen. In den frühen Morgenstunden des 25. Aprils hatte Nordheim einen schweren Herzinfarkt erlitten. Der Bürgermeister bedankt sich nun bei seinem Hausarzt Patrick Bochmann und den Notaufnahmediensten des DRK-Krankenhauses in Lichtenstein und des Küchwald-Klinikums in Chemnitz. "Sie haben die richtigen Entscheidungen getroffen."

Nordheims besonderer Dank geht an das Herzkatheterteam des Küchwaldklinikums. "Dessen perfekter operativer Eingriff hat mir das Leben gerettet." Darüber hinaus spricht der Bürgermeister auch allen Schwestern und Pflegern der Intensivstation seinen Dank aus. "Für die tolle Unterstützung in den ersten Tagen nach der OP."

Auch über die vielen Genesungswünsche habe Nordheim sich gefreut "So was baut natürlich auf." Die Damen und Herren von der Stadtverwaltung seien während seiner Abwesenheit mehr als üblich gefordert gewesen. Auch ihnen dankt Nordheim. Allen voran dem stellvertretenden Bürgermeister Jochen Fankhänel (Freie Wähler) sowie der zweiten Stellvertreterin Ute Hoch (Linke). "Wir sind auch froh, dass alles letztlich noch gut verlaufen ist", gibt diese zurück.

Nordheim möchte in Zukunft auch etwas kürzer treten: "Einfach so weitermachen wie vorher wäre sicherlich das Falscheste, was man in so einer Situation tun könnte." Sein Arbeitspensum will er zukünftig reduzieren und vor allem versuchen, positiven von negativem Stress zu trennen. "Ersterer führt am Ende zu Erfolgserlebnissen, zweiterer zu Frustration und unter Umständen zu Herzerkrankungen." Nordheim habe vor, für bestimmte Dinge entsprechenden Fachbereiche oder übergeordnete Behörden stärker als bisher einzubeziehen. Das Zauberwort heißt Delegieren. Der Bürgermeister plant auch einen zunächst schrittweisen Wiedereinstieg. Die Übergangszeit will er in den nächsten Tagen mit den Stellvertretern und dem Hausarzt abstimmen.

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