Ortschef auf der Puppen-Pirsch

Gersdorfs Bürgermeister ist mit der Kamera durch den Ort gezogen und hat die Puppen zum Ortsjubiläum abgelichtet. Bis Donnerstag waren es 216.

Gersdorf.

Eine hübsche junge Mutti, die der Zeit um 1970 entsprungen sein könnte, ziert einen Gersdorfer Vorgarten. Auf den ersten Blick sieht sie samt Baby aus wie lebendig. Auch diese Puppe hat Gersdorfs Bürgermeister Erik Seidel (parteilos) fotografiert.

Seidel ist Hobbyfotograf. Termine hin oder her, "die Zeit dafür habe ich mir einfach genommen". Seidel war von den vielen lebensgroßen Puppen, die als Zierde des Ortsjubiläums "850 Jahre" in den Grundstücken aufgebaut sind, so fasziniert, dass er mit der Kamera durchs Dorf gezogen ist und jede fotografiert hat. "Insgesamt habe ich 216 Stück gezählt", sagt der Ortschef. "Und dabei haben mir ein paar Leute auch noch gesagt, dass sie ihre Puppen erst am Wochenende hinstellen", ergänzt Seidel. Er will natürlich, dass seine Sammlung zum Fest vollständig ist.


Manche Leute sind nicht nur kreativ, sondern auch witzig. Nächste Woche soll die Temperatur bis auf 40 Grad steigen. Die ehemalige Brauereichefin Renate Scheibner hat ein gutes Herz: "Meine Puppe hat einen Flaschenöffner. Wenn einer vorbeikommt, der Durst hat, dann kann er sich ein Bier aufmachen. Der Kasten steht daneben."

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