Plüschtiere kommen gut an

Die Schau zu Monchhichis und Co. im Textilmuseum lockte viele Besucher. Die nächste Ausstellung lässt nicht lange auf sich warten.

Hohenstein-Ernstthal.

An den letzten Tage der DDR-Plüschtierausstellung "Teddybären, Monchhichis und Co" hat es noch einmal einen kleinen Ansturm auf das Textil-und Rennsportmuseum gegeben. Mehr als 180 Besucher kamen am vergangenen Wochenende. "Dabei hat uns das kühlere Wetter sicher in die Karten gespielt", sagt Museumsleiterin Marina Palm. Auf insgesamt 1600 Besucher ist die Ausstellung somit gekommen, ein Ergebnis, mit dem sich Palm mehr als zufrieden zeigt.

Zum Abschluss durften die Kleinen sogar einen Teddy mit nach Hause nehmen. Einzige Voraussetzung: Das Plüschtier musste selber gestopft und zugenäht werden. Insgesamt 30 Kinder oder deren Eltern fanden die Idee gut und besuchten die Nähwerkstatt am Samstag und Sonntag. Ganz bei Null anfangen musste jedoch niemand. Die Museumsmitarbeiter hatten die Filzfiguren bereits vorgeschnitten und markante Stellen mit Perlen bestickt. Zum Stopfen und Nähen der Teddys kamen auch einige Erwachsene. "Eine gute Idee, wenn man nicht weiß, was man schenken soll", sagt Palm.

Renner der Ausstellung seien die Monchhichis gewesen. Die kleinen Plüschäffchen kommen aus Japan, was wohl viele Leute früher nicht wussten, sagt Palm. Auch dass diese Geschöpfe tatsächlich Affen darstellen sollten, habe sich nicht jedem auf Anhieb erschlossen. Von den Monchhichis gab es drei Arten. Eine wurde in Japan hergestellt und fand über den Umweg des Westens in die DDR. Doch auch in Ostdeutschland wurden Monchhichis gefertigt, für den heimischen Markt und für den Export nach Westdeutschland. Letztere seien größer gewesen und hätten auch Kleidung getragen, erklärt Palm. Die Westmonchhichis gab es etwa als Großmutter, Teufel oder Hausfrau zu kaufen, während die DDR-Äffchen mit nichts mehr als ihrem Fell bekleidet waren.

Die Plüschtierausstellung in Hohenstein-Ernstthal wird einmalig bleiben und so nirgends wiederholt. Die knapp 250 Exponate gehen entweder an die Entleiher zurück oder bleiben im Besitz des Museums. Doch nach dem Abbauen heißt es gleich wieder Aufbauen, denn am 15. September eröffnet die nächste Ausstellung. Dabei werden die 40 besten Arbeiten deutscher Textilkünstler gezeigt. Die Ausstellung tourt durch ganz Deutschland. "Wir sind froh, dass wie die in die Stadt holen konnten", freut sich Palm..

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