Reifenstecher von Lichtenstein kommt mit Bewährung davon

Angeblich wollte er Rache üben. Aber möglicherweise war das Tatmotiv die Unzufriedenheit über das eigene Leben.

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44 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    harzruessler1911
    04.11.2020

    Genau @KTreppil, der Vergleich zu den von Dir angeführten Beispiel zeigt es sehr deutlich.
    Aber auch ich verstehe die Enttäuschung der Betroffenen, wir als Außenstehende können so etwas nat. viel weniger emotional betrachten.

    Ich glaube Schuldunfähigkeit , konnte hier nicht wirklich greifen. Die Sache ging ja über einige Jahre,also nicht mal ein punktueller Aussetzer,durch Alkoholexzess oder irgendein provokantes Ereignis, auf welches eine Tat umgehend folgte. Ich denke dazu müsste er an einer echten geistigen Behinderung leiden. Er kann ja zwischen Recht und Unrecht unterscheiden. Sieht man an seinen eigenen Beispielen, welche er vor brachte und sich ungerecht behandelt sah. Selbst wenn diese alle stimmen, kann man nun doch nicht wild in der Gegend rum rennen und seine Wut noch dazu an völlig Unbeteiligten auslassen. Schließlich kann ein anderer KH Besucher nichts für seine, seiner Meinung nach mißglückte OP usw. Dies weiß er auch. Ich denke rundumschlagender Frustabbau.

  • 2
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    KTreppil
    04.11.2020

    So ist nun mal leider die Rechtssprechung, wenn z.b. Taten in Verbindung mit Kinderpornographie teilweise mit Bewährung bestraft werden, was sollte man da hier erwarten. Man erinnere sich auch mal an die Messerattacke in Aue an Heiligabend, wie mild war da das Urteil...und hier wurde "nur" auf Reifen eingestochen. Mehr als ein solches Strafmaß kann man von unserer Justiz nicht erwartet haben. Heißt nicht, daß ich die Betroffenen nicht verstehe, aber was hat man erwartet? U.U. hätte es auch in Richtung schuldunfähig gehen können. So ist der Täter wenigstens auf Bewährung verurteilt und sollte sich erstmal nichts mehr nachweislich erlauben, dann geht's vielleicht doch noch hinter die Gitter.

  • 3
    0
    harzruessler1911
    04.11.2020

    @Sonnegrit
    Ich habe so das Gefühl, dass Du oder Bekannte zu den Betroffenen gehören.
    Straf- und Zivilrecht, werden getrennt behandelt.
    Ihr müsstet alle Eure Ansprüche zivilrechtl. einklagen. Davon würde ich nachdem, was man über die Wirtschaftslage des Täters weiß absehen.
    Hätten nur die Anwälte was von. Selbst wer RSV hätte, kann sich nicht mal sicher sein, ob diese die Kosten übernehmen würde, wegen mangelnder Erfolgsaussichten, nicht in Bezug auf eine Verteilung, aber in Bezug darauf, dass der Beklagte überhaupt zahlen kann, also ihr an Euer Geld kommt. Natürlich, wäre dann die Anspruchsverjährung deutlich höher, da der
    eine nachgewiesene Straftat voraus ging, sollte er im z B. "" Lotto"" gewinnen oder hochbezahlten Job antreten, würde der Anspruch durch erlassenen Zivilurteil weiter bestehen. Aber weder das Eine noch das Andere hat eine Wahrscheinlichkeit von min. 50%.
    Rein strafrechtlich ist das Urteil aus meiner Sicht angemessen, zumindest wenn ohne Vorstrafen.

  • 6
    1
    Sonnegrit
    04.11.2020

    Und wie werden die Opfer abgegolten?

    Ich bin fassungslos über das Urteil.