Ruine verschwindet aus dem Ortsbild

Ein Schandfleck soll schon bald aus Gersdorf verschwunden sein. Viele Jahre dümpelte das Falke-Gut vor sich hin. Jetzt hat die Kommune den gewünschten Deal eingefädelt.

Gersdorf.

Der Weg entlang des Hauses Hauptstraße 153 in Gersdorf ist noch immer abgesperrt. Das Passieren wird dort immer mehr zum riskanten Unterfangen. Aus der Wand des Gebäudes sind schon etliche Ziegelsteine herausgebrochen. Die Wand droht einzustürzen. Ein Warnschild weist nachdrücklich auf die Gefahr hin.

Das Gebäude könnte beim Einsturz schlimmstenfalls Menschen begraben. Bereits unter Ex-Bürgermeister Wolfgang Streubel begannen die Bemühungen um den Abriss des alten Falke-Gutes. Jetzt scheint offenbar eine Lösung gefunden worden zu sein.

Eine Immobiliengesellschaft aus Gersdorfs Partnergemeinde Altlußheim hatte einst das alte Bauerngut samt Wiesenflächen gekauft. Was die Gesellschaft damit vorhatte, daran kann sich heute kaum noch einer erinnern. Die Gesellschaft ging prompt pleite und überließ den Hof sich selbst.

Über Jahre hinweg hing das baufällige Gut in Gersdorf in der Warteschleife. Wegen der komplizierten Eigentumsverhältnisse kam die Kommune mit der Immobilie nicht weiter, musste letztendlich die Straße am Gut sperren. 2018 nahm die Gemeindeverwaltung Kontakt zu einem ehemaligen Teilhaber der Gesellschaft auf. Er wollte die Firma teilweise wieder aufleben lassen, um die Immobilie wieder abstoßen zu können. Die wertlosen Gebäude wären ohnehin irgendwann in sich zusammengebrochen. "Wir haben die Immobilie jetzt für einen symbolischen Euro gekauft", informierte der Ortschef zur jüngsten Gemeinderatssitzung. "Und wir haben die Zusage für die Fördermittel, können also und können also den Abriss beauftragen", ergänzte Erik Seidel (parteilos). Der Gemeinderat nahm den Verhandlungserfolg wohlwollend zur Kenntnis und stimmte der Vergabe des Auftrags über den Abriss zu. Dasbeste Angebot legte mit rund 70.800 Euro die ortsansässige Firma Dieter Vogel vor.

Die Gersdorfer werden sich über den Abriss mit Sicherheit freuen. Denn der gesperrte Weg war immer eine gern genutzte Abkürzung in Richtung Ortskern. Mit dem Abriss verschwindet auch eine Gefahrenquelle aus dem Ort - alte Gehöfte sind erfahrungsgemäß immer gern genutzte Abenteuerspielplätze für Kinder. Was aus dem Areal einmal werden soll, stand bisher nicht zur Debatte.

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