Sechsfacher Ersatz für den Problembaum

Stadt muss viel pflanzen, um eine störende Robinie loszuwerden

Zwickau.

Ein einzelner großer Baum kann so viel wert sein wie ein halbes Dutzend kleine. Diese Erfahrung musste nun das Tiefbauamt machen, das sich darum bemüht, eine Robinie zu fällen, deren Wurzeln den Gehweg beschädigen. Laut Amtsleiter Thomas Pühn sei das Umschneiden des Baums die einzige Möglichkeit, den Bürgersteig an der Stelle sanieren und danach barrierefrei nutzen zu können. Bloß: Nicht nur einen, sondern gleich sechs Bäume muss die Stadt dafür als Ersatz an anderer Stelle anpflanzen. "Das bemisst sich am Umfang", sagte Pühn den Mitgliedern des Finanzausschusses. "Je angefangenen 50 Zentimetern Umfang muss ein Ersatzbaum gepflanzt werden."

Das Problemgehölz steht an der Lasanstraße, einem kleinen Seitenweg zur Gutwasserstraße in dem Wohngebiet westlich gleich neben dem Schwanenteich. Es handle sich um die letzte unsanierte Straße in dem Bereich. Jetzt sollen bis Jahresende sowohl die Fahrbahn als auch die Gehwege erneuert werden. Dafür hat der Ausschuss am Dienstag die letzten 18.000 Euro freigegeben. Insgesamt kostet die Sanierung 138.000 Euro.

Einige Ausschussmitglieder kritisierten zwar, dass die vergleichsweise unwichtige Straße den Vorzug vor anderen bekomme, begrüßten jedoch, dass damit der Straßenbau in dem Gebiet abgeschlossen werde. "Die Ersatzpflanzungen finde ich gut", sagte Michael Luther (CDU). "Dadurch wird die Stadt grün."

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