Supersommer füllt die Freibäder

Vor allem in der zweiten Schulferienhälfte brummte es in den Bädern der Region. In Gersdorf spricht man schon jetzt von einem "Superjahr". Aber es könnte noch besser kommen.

Gersdorf/Waldenburg.

Zufriedene Gesichter bei den Betreibern von Freibädern in der Region. Kein Wunder, schließlich trieb das Supersommerwetter die Gäste in Scharen ans Wasser. Mancherorts stehen schon jetzt zum Ende der Schulferien Besucherzahlen zu Buche, wie sie in den Jahren zuvor in der gesamten Saison nicht erreicht wurden. Im Sommerbad Glauchau bringt Schwimmmeister Andreas Kahnt die Lage mit drei Worten auf den Punkt: "Gut, sonnig, voll." Seit dem Saisonstart am 12. Mai zog es gut 29.000 Badegäste ins Sommerbad, im letzten Jahr waren es bis Saisonende gerade einmal 21.000. Mehr als 30.000 Besucher wurden laut Kahnt letztmals im Jahr 2006 gezählt. Dass die Marke übertroffen wird, ist sicher. "Ich denke, es wird ein Rekordjahr", sagt Kahnt. Schon jetzt ist es auf jeden Fall ein "Superjahr". Die ersten zwei Ferienwochen seien vom Besucheraufkommen etwas verhaltener gewesen. Aber in den letzten drei Wochen habe es gebrummt. Fast täglich seien über tausend Gäste da gewesen, so der Schwimmmeister. Kahnt: "Es waren die perfekten Ferien."

Jürgen Ehrig, Geschäftsführer der Tourismus und Sport GmbH, hat zwar für den Stausee Oberwald in Callenberg keine Besucherzahlen parat. Doch er zeigt sich zufrieden. "Die Kapazitäten waren sehr gut ausgelastet." Gegenüber dem Vorjahr gebe es eine merkliche Steigerung bei der Anzahl der Badegäste. Zudem habe man die gesamte Zeit über eine sehr gute Wasserqualität bieten können. Ehrig geht davon aus, dass ab der kommenden Wochen mit Schulbeginn der Betrieb an den Wochentagen etwas nachlässt.

Das Freibad Waldenburg werden bis zum Ferienende etwa 32.000 Menschen aufgesucht haben. "Im Jahr 2015 lief es ähnlich", berichtet Betreiber Thomas Sprunk. Doch gegenüber dem Vorjahr kann er ein deutliches Plus verbuchen: Zwei Drittel mehr Besucher sind dieses Jahr durch die Einlasspforten geströmt. Auch hier heißt es: In den ersten zwei Ferienwochen war das Besucheraufkommen nicht so stark wie in den vergangenen vier Wochen. Sprunk vermutet, dass viele Familien gleich zu Beginn der Schulferien in den Urlaub gefahren sind. Und noch etwas fiel auf: An den Wochenenden war nicht mehr los als an den Wochentagen. Auch dafür hat Sprunk eine Erklärung: "An den Wochenenden fahren die Leute auch mal ein Stückchen weiter, die Woche über tun sie das nicht."

Der Oberlungwitzer Bürgermeister Thomas Hetzel kann zwar aktuell für die "Pfütze" keine Besucherzahlen liefern, aber er sagt: "Die heißen Tage haben dafür gesorgt, dass das Freibad in den letzten Wochen von zehn Uhr am Vormittag bis abends gut besucht war." Und auch er kann den Trend bestätigen, was seine Kollegen ebenfalls ausgemacht haben: In den letzten zwei Ferienwochen sei es noch ein bisschen voller gewesen, weil viele potenzielle Badegäste dann aus dem Urlaub zurückgekehrt seien. Er geht aber nicht davon aus, dass mit Schulbeginn zu einem großen Einbruch bei den Besucherzahlen kommt. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigten, dass es die Leute bei schönem Wetter auch dann ins Bad zieht- vor allem nachmittags und abends. Bis Mitte September soll die "Pfütze" geöffnet bleiben, wenn das Wetter passt, "können wir uns aber auch vorstellen, die Saison noch um eine Woche zu verlängern", sagt Hetzel.

Das Sommerbad in Gersdorf zählte bis 31. Juli rund 15.000 Besucher - und war damit nach Auskunft der Gemeindeverwaltung ebenfalls sehr gut besucht. "Supergut" sei es in den vergangenen Wochen gelaufen, hieß es sogar. Zum Vergleich: Im vorigen Jahr kamen bis zum Saisonschlusstag am 18.September lediglich 13.000 Badegäste.

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1Kommentare
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  • 0
    3
    Interessierte
    11.08.2018

    Ein schöner Turm ; hat die ´Großstadt Chemnitz` auch so etwas ???



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