Tiere bekommen in Notlagen Hilfe

Tobias Rietzsch von der Wildtierauffangstation in Rödlitz nimmt mit seinen Helfern jetzt wieder die reguläre Arbeit auf.

Rödlitz.

Tobias Rietzsch, Vorsitzender des Vereins Naturschutzstation Rödlitztal, hat derzeit einige schwierige Patienten. Gartenrotschwänze, eine heimische Vogelart, und ein Eichhörnchen müssen beispielsweise versorgt werden. Das von einem Auto verletzte Eichhörnchen hat laut Rietzsch gute Überlebenschancen. Bei den Vögeln ist es schon schwieriger. "Ich hatte kürzlich auch schon junge Feldhasen, die haben es leider nicht geschafft", erzählt Tobias Rietzsch von weiteren Tierschicksalen.

Die Wildtierauffangstation ist ein Schwerpunkt der Arbeit des Rödlitzer Naturschutzvereins. Normalerweise sind die Tiere in den Vereinsräumen im früheren Sportlerheim in Rödlitz untergebracht. Weil hier gebaut wurde, hatte Rietzsch die Tiere mit bei sich zuhause. Durch seine langjährige Arbeit im Zoo weiß der Rödlitzer bestens über die Tiere Bescheid. Bei vielen anderen Menschen sei das aber leider nicht der Fall. Das zeigen die jungen Feldhasen, die Spaziergänger gefunden und mitgenommen hatten. "Jungtiere sollten zunächst einmal immer in der Natur bleiben. Die Eltern kommen normalerweise immer zurück und versorgen sie", sagt Rietzsch. Wird der Tiernachwuchs berührt, nimmt er den Geruch der Menschen an und wird von den Elterntieren nicht mehr angenommen. Dass hätten früher schon Kindern in der Grundschule gelernt.

Wer Wildtiere findet und sich Sorgen macht, kann sich im Tierheim oder bei ihm unter der Rufnummer 0179 4293885 Rat holen. Nach einer Pause gibt es jetzt auch wieder die Sprechzeiten des Vereins. Immer donnerstags, 16 bis 18 Uhr, ist ein Ansprechpartner in der Station im Sportlerheim, Kärrnerweg 39D, in Rödlitz vor Ort. Da die Bauarbeiten für größere Ausgaben gesorgt haben, werden derzeit Spenden dringend benötigt.

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