Urteile strafen Filmer Lügen

Geldstrafen für Zwickauer Stadtratskandidaten - Ermittlungen nach Drohungen gegen Demonstranten laufen noch

Zwickau.

Die beiden Urteile des Landgerichts gegen den rechten Filmer Torsten Graßlaub haben Rechtskraft. Das teilte Ines Leonhardt, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau, mit. Der 43-Jährige, der sich erfolglos um den Einzug in den Zwickauer Stadtrat und den Kreistag beworben hatte, muss 1950 Euro dafür zahlen, dass er die erfundene Behauptung verbreitete, Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) beherberge in ihrem Haus zwei IS-Kommandeure. Ein Video dazu stellte er ins Internet. Im Mai war der schon mehrfach vorbestrafte Mann vom Landgericht zu einer Strafe von 1500Euro verurteilt worden, weil er die Privatsphäre der OB verletzt hatte. Er provozierte und filmte sie und ihre zweijährige Enkelin auf dem Weg vom Friedhof. Das Gesicht des Mädchens war auf dem ins Internet gestellten Video klar erkennbar. Vor Gericht hatte Graßlaub bestritten, das Video ins Netz gestellt zu haben. Die Richter kauften ihm das nicht ab. Seit Ende September wird gegen den Youtuber erneut ermittelt: wegen Hasskommentaren und Gewaltdrohungen gegen Jugendliche auf einer Schülerdemo. (upa)

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