Vier Jahre Archivrecherche auf 780 Seiten

Das Stadtarchiv Hohenstein-Ernstthal ist um einen Wälzer reicher. Elke Eifert, Heimatforscherin aus Callenberg, hat jetzt ein Exemplar ihrer "Urkundenchronik von Hohenstein und Ernstthal" ihrer Geburtsstadt als Geschenk übergeben.

Hohenstein-Ernstthal.

Die Urkunde aus dem Jahr 1143 würde das Herz jedes Heimatforschers der Region höher schlagen lassen. In dem Schriftstück ist nachvollziehbar, wie einst die historische Salzstraße die Gegend nahe dem heutigen Hohenstein-Ernstthal kreuzte. "Die meisten Urkunden aus dieser Zeit sind in Latein geschrieben. Erstaunlich, dass diese in bestem Deutsch verfasst wurde. Sie ist lesbar fast wie gedruckt", sagt Stadtchronist Wolfgang Hallmann.

Diese Urkunde hat Heimatforscherin Elke Eifert neben 2500 weiteren Nachweisen in ihrer "Urkundenchronik von Hohenstein und Ernstthal" verewigt. Ein Exemplar dieses 780 Seiten starken Werkes hat die Callenbergerin jetzt der Stadt Hohenstein-Ernstthal geschenkt. Damit ist das Stadtarchiv um einen dicken Wälzer reicher. Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU) nahm das Buch gern in Empfang: "Das ist etwas ganz Großartiges, eine unglaubliche Fleißarbeit. Es kann mit Sicherheit kaum einer nachvollziehen, welcher gigantische Aufwand hinter dem Buch steht", würdigte Kluge das Engagement der Autorin.


"Da stecken vier Jahre Arbeit drin. Aber es hat mir Spaß gemacht. Es ist ein Geschenk an meine Geburtsstadt", sagt Elke Eifert. Alles begann mit der Recherche für ein Buch über ihren Wohnort Callenberg. Elke Eifert ackerte sich auf der Suche nach Urkunden durch unendliches Archivmaterial. Dabei stieß sie auch auf Urkunden und spannende Nachweise zu Hohenstein und Ernstthal. "Ich habe dann immer mehr gefunden, die Sache lief plötzlich völlig aus dem Ruder. Das ist wie eine Sucht, die einen nicht mehr loslässt."

Einer, der weiß, was Elke Eifert damit sagen will, ist Stadtchronist Wolfgang Hallmann. "Ich kann es nachempfinden. Gut, dass so ein Thema mal jemand angepackt hat. Sie hat die Fülle an Material ausgraben und zu einem kompakten Werk zusammengefasst. Das ist eine sehr gute Grundlage für die Forschungen kommender Generation", sagt er. In dem Buch finden sich neben unzähligen Urkunden rund 3500 Namen und 2500 Nachweise. Etliche Kapitel des Buches befassen sich mit dem Thema Bergbau. Deshalb war zur Übergabe auch der Freundeskreis Bergbau und Geologie eingeladen. Vorstandsmitglied Heidemarie Wirth ist begeistert von der Urkundenchronik. "Das ist auch für unsere Forschungen interessant, eine gute Grundlage", sagt sie. Genau dafür ist es auch gedacht, sagt Elke Eifert.

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