Von Fischern und goldenen Pagoden

Es hieß Burma, Birma und heute Myanmar. Ein Lugauer Weltenbummler hat das Land bereist. Morgen nimmt er Besucher mit auf eine Tour durch traumhafte Landschaften.

Oberlungwitz.

Der Lugauer Weltenbummler André Carlowitz ist ein Mensch, der bewusst spartanisch lebt und mit wenig auskommt. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich ganz wenig esse", sagt er gern an jener Stelle, wo er das Foto von einer Mahlzeit in Myanmar auf der Leinwand erscheinen lässt. Als er auf seiner Reise durch Myanmar einkehrte und ein kleines Essen bestellte, fielen Carlowitz fast die Augen raus, als sich nach kurzer Zeit sein Tisch mit zahlreichen Tellern und Schüsseln füllte. "Das hätte ich an drei Tagen nicht essen können", sagt der Lugauer, der schon viel gesehen hat.

Es ist nicht nur diese asiatische Gastfreundschaft, die bei ihm im Gedächtnis geblieben ist. Von seinen Erlebnissen wird der Lugauer morgen ab 19 Uhr bei einem Live-Diavortrag in der Karthalle an der Oberlungwitzer Goldbachstraße berichten. Myanmar, doppelt so groß wie Deutschland, hieß bis 1989 Birma beziehungsweise Burma. Drei Wochen lang war Carlowitz im Land der unzähligen goldenen Pagoden unterwegs. Dabei legte er 1729 Kilometer mit Bus, Taxi, Eisenbahn, Boot, Pickup und Rad zurück.

Die dreiwöchige Tour begann in der ehemaligen Hauptstadt Yangon (Rangun). Mit rund fünf Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt Myanmars. Ein Muss in Yangon ist der Besuch der Shwedagon Pagode. Sie ist Pilgerstätte für Buddhisten aus aller Welt und soll bereits mehr als 2000 Jahre alt sein. Von dort führte ihn die Reise weiter zur Pilgerstätte "Golden Rock", einem vergoldeten Felsen in 1100 Meter Höhe. Nach einem Abstecher in Bago, der alten Hauptstadt der Mon, geht die Reise zum Volksstamm der Shan in die Berge. Es ist ein Naturtrip durch Dörfer, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Bei einer Eisenbahnfahrt durch die Bergwelt der Shan geht die Reise von Hsipaw nach Pyin Oo Lwin, einem Ort, den die Briten in der Kolonialzeit Ende des 19. Jahrhunderts gründeten. Spektakulär ist dabei die Fahrt über den 111 Meter hohen und 800 Meter langen Viadukt, ein Meisterwerk der Ingenieurskunst.

Der Besuch in Mandalay und Bagan ist der Höhepunkt der Reise. Im Herzen des Landes regierten jahrhundertelang 13 Könige. Sie ließen allein in Bagan auf einem riesigen Tempelareal mehr als 3400 Bauwerke errichten.

Die letzte Etappe der Reise war der zweitgrößte Binnensee des Landes, der Inle See. Er erstreckt sich über eine Länge von 22 Kilometern und ist 10 Kilometer breit. Dort befindet sich das Land der Intha. Die Menschen dieser Volksgruppe wohnen in Stelzenhäusern. Sie haben auf dem See schwimmende Gärten angelegt. Mit den typischen Langbooten geht es auf Entdeckungsfahrt durch die schwimmenden Gärten vorbei an unzähligen Stelzenhäusern.

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