Was wird mit der Asylunterkunft?

Das Gebäude in Glauchau ist inzwischen leer. Für die künftige Nutzung hat der Eigentümer bereits neue Pläne.

Glauchau.

Mehr als vier Jahre lang war das ehemalige Studentenwohnheim an der Rudolf-Breitscheid-Straße in Glauchau eine Unterkunft für Asylsuchende. Zum 31. Dezember 2018 endete der Vertrag des zuständigen Landkreises mit dem Betreiber, einer Freiberger Firma. Inzwischen stehen die beiden Gebäudeteile leer.

Aktuell werden die zwei Häuser vom IF Immobilien Service verwaltet, der nach eigener Auskunft derzeit ein "tragfähiges Nutzungskonzept" erarbeitet. Geplant ist noch in diesem Jahr eine umfassende Renovierung des bereits 1860 errichteten Gebäudes. Demnach sei eine reine Wohnnutzung mit bis zu neun Wohneinheiten vorgesehen, teilt der Verwalter mit. "Das ist jedenfalls der aktuelle Planungsstand", so Betriebsleiter Sebastian Hamann. "Von Zwei-Zimmer-Wohnungen bis hin zu einer großen Sechs-Zimmer-Wohnung sind verschiedene Grundrisse möglich. So soll Raum für Singles, Familien sowie Wohngemeinschaften geboten werden." Aufgrund der Zentrumsnähe und des parkähnlichen Grundstücks habe das Objekt einen hohen Wohnwert.

Allerdings habe man auch ein Exposé an Vereine, Institutionen und Firmen in der Region Glauchau geschickt, um eine mögliche Nutzung als Wohnheim oder für Firmenangehörige auszuloten. Mit dem Umbau selbst soll begonnen werden, sobald die Planungsphase beendet ist und alle Genehmigungen vorliegen - wahrscheinlich im Sommer, so Hamann von der verwaltenden Firma. Das Gelände wurde seit dem Frühjahr 2014 als Gemeinschaftsunterkunft für Schutzsuchende verwendet und hielt Plätze für insgesamt 105 Personen bereit. Aufgrund der sinkenden Flüchtlingszahlen wird die Immobilie allerdings nicht mehr als Asylunterkunft des Landkreises gebraucht.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...