Wehren im Wasser-Duell

Mit Sinn für Geschichte und einer gehörigen Portion Unernst wurde am Wochenende gefeiert.

Wüstenbrand.

Wenn Feuerwehrleute im Einsatz sind, kommt es auf Konzentration, Tempo und Erfahrung an. Bei den Einsätzen, die als Schauübung gezeigt werden, darf es dagegen auch feuchtfröhlich und heiter zugehen. Das zeigten Kameraden aus Wüstenbrand, Hohenstein-Ernstthal und Gersdorf am Samstag beim Familien- und Kinderfest zum 130. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr in Wüstenbrand.

In historischen Uniformen wurde mit der alten Wüstenbrander Drehleiter, der Handdruckspritze aus dem Bestand der Hohenstein-Ernstthaler Wehr und dem Hydrantenwagen der Gersdorfer zum Einsatz an der Scheune geeilt, aus der es rauchte. Eine Person musste gerettet werden, was nur bedingt gelang. Die Puppe stürzte von der Leiter, erlebte aber wenig später eine "Auferstehung" in Form des Wüstenbrander Wehrleiters Jens Börnig. "Etwas Spaß gehört bei diesen Übungen dazu", sagt er.


Den hatten auch die Hohenstein-Ernstthaler und die Gersdorfer, die sich bei sommerlichen Temperaturen gegenseitig erfrischten. Von der letzten gemeinsamen Übung war offenbar noch eine kleine Rechnung offen, die mit geklautem Bier zu tun hatte. "Solcher Schabernack muss einfach sein. Es ist uns aber auch wichtig, die alte Technik zu zeigen", sagt Mario Legies aus Reihen der Gersdorfer Wehr, der auch im Referat Historik des Kreisverbandes die Fäden zieht. Die Hohenstein-Ernstthaler Kameraden hatten neben der Handdruckspitze ein W50-Löschfahrzeug nach Wüstenbrand gebracht. "Das ist schon alles aufwendig, aber es macht auch Spaß", sagte "Hauptmann" Steffen Schliffer.

Mit mehreren Hundert Gästen hatten die Wüstenbrander Kameraden eine sehr gute Resonanz. "Wir hatten überlegt, einen Feuerwehr-Umzug zu machen, aber das ist in der Vorbereitung und Durchführung wirklich kompliziert", sagt Wehrleiter Jens Börnig.

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