12 Millionen Euro für Waldenburger Marstall

Ab kommendem Jahr kann in das Waldenburger Sorgenkind kräftig investiert werden. Aus der Ruine soll ein Forum für Wissenschaft und Kunst werden.

Waldenburg.

Lange hat es gedauert, doch jetzt ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Für die Sanierung des Marstalls in Waldenburg sollen in den nächsten Jahren insgesamt 12 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt werden. Das zumindest hat am Donnerstag der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Körber mitgeteilt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages habe das Denkmal-Sonderprogramm bewilligt. Somit könnten über das Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" finanzielle Hilfen nach Waldenburg fließen. Die Gesamtkosten der Sanierung des Marstalls liegen schätzungsweise bei 30 Millionen Euro.

Für den Marstall gegenüber dem Schloss Waldenburg, der seit einem Vierteljahrhundert leer steht, gibt es ein Entwicklungskonzept, das der Verein "Schlossanlagen Waldenburg" erarbeitet hat. Demnach soll dort ein Forum für Kunst und Wissenschaft entstehen. Dieses Forum wird nach Angaben des Vereins ein Museum mit Ausstellungsflächen, ein Forschungsinstitut und eine Bildungseinrichtung beherbergen. Schwerpunkte sollen die Vermittlung von Kunst vor allem an Kinder und Jugendliche und die Erforschung der Kunst in der sowjetischen Besatzungszone beziehungsweise in der DDR, fernab vom "Sozialistischen Realismus" sein.

Der Waldenburger Stadtrat hatte bereits im Sommer beschlossen, das Vorhaben zu unterstützen. Die Töpferstadt ist selbst Mitglied im Verein.

Die Glauchauer CDU-Landtagsabgeordnete Ines Springer unterstützt den Verein schon seit vielen Jahren. "Eine wichtige Hürde ist genommen", sagte sie am Donnerstag. Mit Hilfe des Bundes, des Freistaats Sachsen, des Waldenburger Vereins sowie privater Investoren gebe es eine Zukunft für den Marstall.

Ministerpräsident Michael Kretschmer habe die Arbeit des Vereins und der Stadt Waldenburg unterstützt.

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