Auf den Spuren der Industrie

Seit 1993 gibt es in Werdau den Ahnenforscher- Verein. Der befasst sich nun auch mit der Industriegeschichte. Warum?

Werdau.

Regelmäßig treffen sich die Mitglieder des Werdauer Genealogischen Vereins im Hotel Katharinenhof an der Katharinenstraße, um dort nach den Spuren der Vorfahren zu forschen. Das machen sie bereits seit 1993 so. Die Vereinsmitglieder kommen aus ganz Deutschland. In der Genealogischen Bibliothek wird der Nachlass von Alfred Lindner aufbewahrt. "Zum Bestand gehören unter anderem Familienchroniken, Ahnentafeln, Stammbäume, Wappen, Nachschlagewerke, historische Zeitungen und Literatur zur Heimatgeschichte. Für Hobbygenealogen eine wahre Fundgrube", sagt Hotelbesitzer und Chef der Bibliothek, Uwe Reinhold. Alfred Lindner, 1886 in Neukirchen geboren, war als selbstständiger Archivar und Genealoge tätig und betreute zu Lebzeiten unter anderem das Archiv des Schlosses Schweinsburg und später auch das des Schlosses Blankenhain. 1971 starb Lindner in Crimmitschau. Seine Frau, die bis 1997 lebte, überließ den Nachlass Uwe Reinhold.

Inzwischen haben die Vereinsmitglieder, die sich um die Bibliothek kümmern, ihr Aufgabengebiet erweitert und kümmern sich nunmehr auch um die Aufarbeitung der Industriegeschichte, hauptsächlich der von Werdau. "Beides ist eng miteinander verbunden. Wir befassen uns mit den Personen und Familien, die als Industrielle das Bild der Stadt einst prägten, mit deren Wirken und Schaffen. Das zu erforschen und zu beleuchten, sehen wir als weitere Aufgabe", sagt Uwe Reinhold. Als anschauliches Beispiel dazu gehört auch die historische Sammlung in der Tuchfabrik Ullrich in Werdau mit der alten Dampfmaschine und der historischen Werkstatt.

Die Mitglieder des Vereins treffen sich jeden ersten Donnerstag im Monat, 17 Uhr im Hotel Katharinenhof. Interessenten sind willkommen.

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