Galgenfrist für die "Weidmannsruh"

Bis Mitte nächsten Jahres hat die Traditionsgast- stätte noch Festnetzanschluss. Die Telekom will nach Lösungen suchen.

Leubnitz.

Die Telekom räumt der Gaststätte "Weidmannsruh" im Werdauer Wald eine Galgenfrist ein. Dem Team um Pächter André Diegnitz war mitgeteilt worden, dass mit Jahresanfang der analoge Festnetzanschluss im Lokal abgeschaltet wird. Für den Gastwirt ist diese Situation existenzbedrohend, da es rund um die "Weidmannsruh" in Leubnitz auch keinen Handyempfang gibt.

"Damit Herr Diegnitz weiterhin erreichbar ist und telefonieren kann, wird die IP-Umstellung auf Mitte kommenden Jahres verlegt", sagte Telekom-Unternehmenssprecher René Bresgen. Bis dahin könne Diegnitz seinen Telefonanschluss wie bisher nutzen. "In der Zwischenzeit werden wir weiterhin aktiv an einer für ihn zufriedenstellenden Lösung arbeiten." Ein stabiler DSL-Anschluss könne der Traditionsgaststätte derzeit leider nicht angeboten werden, bedauerte der Unternehmenssprecher. Der Leitungsweg vom nächstgelegenen Verteilerkasten bis zum Anschluss in der Gaststätte sei zu lang. Aufgrund der sogenannten hohen Dämpfungswerte reiche die am Anschluss verfügbare Bandbreite nicht aus. Länge und Querschnitt der Teilstrecken der Leitung beeinflussten die Dämpfung und damit die Qualität des DSL-Signals. Ab einem bestimmten Wert sei es nicht mehr möglich, einen stabilen Internetanschluss zu schalten, sagte der Unternehmenssprecher.

Gastwirt André Diegnitz war amFreitag stundenlang weder auf dem Handy noch in der "Weidmannsruh" zu erreichen. Gegen 17Uhr funktionierte das Festnetztelefon dann wieder. "Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden. Auch viele unserer Gäste stärken uns den Rücken."

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