Grundbuchamt wird für Polizei umgebaut

Im ehemaligen Grundbuchamt in Werdau haben nun Bauarbeiter das Sagen. Realisiert wird vorerst nur ein Teil der geplanten Arbeiten. Doch schon die bringen den künftigen Nutzern erhebliche Arbeitsverbesserungen.

Werdau.

Im Dezember 2017 haben die Mitarbeiter des Grundbuchamtes, einer Außenstelle des Gerichts, sich vom Standort Werdau verabschiedet und sind nach Zwickau umgezogen. Danach zog Ruhe in das Haus ein, dass 1919 als Verwaltungsgebäude für die Amtshauptmannschaft (heute vergleichbar mit der Kreisverwaltung) erbaut wurde.

Der neue Nutzer steht schon seit einigen Monaten fest. Die Beschäftigten aus dem benachbarten Polizeirevier sollen künftig das Objekt mit nutzen. Beide Gebäude gehören dem Freistaat und werden durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) verwaltet. Jetzt wurde mit dem Umbau begonnen. Für die erste Etappe stehen 1,16 Millionen Euro bereit. Das ist genau die Summe, die der Freistaat für die Errichtung eines Containers auf dem Gelände des Polizeireviers eingeplant hatte, um als Zwischenlösung die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigen zu verbessern. Die Pläne musste das SIB zu den Akten legen, nachdem sämtliche Angebote von Baufirmen weit über den geplanten Kosten lagen.


Dafür wird nun das Grundbuchamt umgebaut. Die ursprünglich für den Containerstandort vorgesehen Gelder werden dafür mitverwendet. Heike Krenkel, Leiterin der SIB-Niederlassung in Zwickau, spricht dabei von einer vorgezogenen Maßnahme. Der eigentliche Umbau beginnt erst dann, wenn die dafür erforderlichen Gelder vom Freistaat bereitgestellt werden. Das, so der derzeitige Stand, soll im kommenden Jahr geschehen. Die neuen Pläne: Das Grundbuchamt wird künftig das sogenannte Haus 1 des Reviers und damit das Hauptgebäude werden. Das bisherige Revier wird Haus 2. "Beide Gebäude werden durch einen Verbindungsbau vereint. Die Planungen für das Gesamtvorhaben sind abgeschlossen."

Derzeit wird mit dem bereits zur Verfügung stehenden Geldern die Etage unter dem eigentlichen Erdgeschoss für die Belange der künftigen Nutzer umgestaltet. Dort werden die Decken erneuert sowie neue Umkleideräume für die Beschäftigen, getrennt nach Frauen und Männern, eingerichtet. Hinzu kommen die Waschräume und Toiletten. Modernisiert wird ebenfalls die Elektrotechnik und eine Lüftung, die es bisher nicht gab, eingebaut. Zu den Neuerungen wird ein Aufzug gehören. "Die Arbeiten werden so realisiert, dass der Bereich auch während des Umbaus der oberen Etagen genutzt werden kann und es nicht zu erneuten Einschränkungen kommen wird", sagt Krenkel. Am Jahresende soll Phase 1 abgeschlossen sein.

Um bereits jetzt die Raumsituation für die Beschäftigen im Polizeirevier zu verbessern, wurden nach Aussagen von Alwin-Rainer Zipfl vom SIB in Dresden, der überordneten Stelle der Zwickauer Niederlassung, Personal aus der Dienststelle vorübergehend auf andere Standorte verteilt. Diese kehren nach Fertigstellung der Gesamtmaßnahme nach Werdau zurück. Nach Zipfls Worten wird 2020 zuerst der Verbindungsbau errichtet. Danach, circa im zweiten Quartal, erfolgt der Umzug vom Haus 2 ins Haus 1. Als letzter Bauabschnitt erfolgt der Umbau und die Sanierung von Haus 2. Nach der Fertigstellung, geplant für Ende 2020, wird der Kriminal- und Streifendienst, wie bisher im Haus 2 untergebracht sein. Die neue Wache mit Gewahrsamsbereich, Verwaltungs- und Leitungsebene zieht in das Haus 1 um.

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