Heute ein Treffpunkt der Generationen

Der Jugendklub "Alte Feuerwehr" ist in die Jahre gekommen. Am Samstag feierte die Freizeiteinrichtung Jubiläum.

Crimmitschau.

Mit Pauken und Fanfaren und dem Signalhorn der Feuerwehr Crimmitschau ist am Samstagnachmittag die große Fete zum 20-jährigen Bestehen des Jugendklubs "Alte Feuerwehr" eingeläutet worden. Bereits in den Morgenstunden waren viele fleißige Helfer am Werk, um den Besuchern ein schönes Fest zu bieten. "1996 war die Zeit der Skepsis. Wir hatten einen schlechten Ruf", sprach die Vorsitzende des Fördervereins "Kommunikative Jugendarbeit", Christa Eichhorn über die Anfänge. Der Verein ist Träger der Einrichtung. Die 144 Jahre alte ehemalige Feuerwache wurde in dieser schwierigen Zeit, in der die hiesige Jugend in Kontakt mit Gewalt, Drogen und Kriminalität kam, mit viel Eigeninitiative zu dem gemacht, was sie heute ist: ein beliebter Treffpunkt für Leute zwischen 15 und 30. Aber auch für Ältere, die zum Beispiel ihre Talente in der Ausstellung "Heimlich, heimische Künstler" zeigen. "Das alles war nur möglich durch die Unterstützung der Stadtverwaltung, durch Sponsoren und durch die Leser der ,Freien Presse'. Sie spendeten innerhalb der Aktion ,Leser helfen' knapp 29.500 Mark für den Jugendklub, in dem somit ein Sportraum geschaffen werden konnte", sagte Christa Eichhorn.

Am Samstag feierte Jung und Alt zusammen. Der mit Abstand Jüngste in der Runde dürfte der drei Monate alte Jannik gewesen sein, dessen Mutter Cornelia Neumann früher als ABM-Mitarbeiterin im Klub gearbeitet hat. "Die Verbindungen bleiben, man bleibt halt hängen", sagte die Crimmitschauerin. Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) machte auch dem kleinen Jannik Hoffnung, dass er irgendwann diese Einrichtung besuchen wird. "Ihr werdet noch das 30-Jährige feiern, wenn es weiter so engagierte Leute gibt." Christa Eichhorn allerdings tritt ab Frühjahr 2017 in die zweite Reihe. "20 Jahre ehrenamtliche Jugendarbeit sind genug", sagte die 59-Jährige, die der Jugend eine Chance gibt. Den Vorsitz des ehrenamtlichen Vereins, der knapp 20 Mitglieder hat, soll Thomas Sprotte übernehmen. Der 32-Jährige, dessen Mutter Sabine Sprotte die Klubleiterin ist, ist sozusagen im Haus mit groß geworden. "Grundlegendes an der Arbeit würde ich nicht ändern. Wie es ist, läuft es gut", sagte der junge Mann, der in der Lohn- und Finanzbuchhaltung tätig ist. Was sich alle Vereinsmitglieder wünschen? "Planungssicherheit, wie es mit der Einrichtung weitergeht. Wir leben immer von der Hand in den Mund", sagen Christa Eichhorn und Thomas Sprotte.

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