In die Sportstätten fließt viel Geld

Rund 200.000 Euro gibt Werdau pro Jahr für die Bewirtschaftung der Sporthallen und Fußballplätze aus. Ein Überblick.

Werdau.

Egal ob unter dem Hallendach oder an der frischen Luft - Sportler finden in Werdau gute Bedingungen vor. An der Schwerathletikhalle und der Sporthalle des Gymnasiums werden die nächsten Investitionen vorbereitet.

Schwerathletikhalle: Die Erneuerung der Fenster und die Sanierung der Fassade sollen in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Dafür stehen rund 200.000 Euro im Investitionsplan der Stadt. Eine erste große Sanierungsetappe ging 2015 und 2016 über die Bühne, als rund 900.000 Euro in Brandschutzmaßnahmen und Dacherneuerung gesteckt werden mussten. Das Domizil an der Kranzbergstraße wird von Ringern und Judoka genutzt. Die Stadt muss jährlich rund 35.500 Euro für die Bewirtschaftung des Komplexes einplanen.


Koberbachcentrum: In den letzten beiden Jahren konnten kleinere Projekte in der Sporthalle im Ortsteil Langenhessen realisiert werden. Dazu gehörten die Erneuerung der Lüftungsregelung (17.100 Euro), die Ertüchtigung der Brandschutzklappen (7700 Euro) und Arbeiten an der Elektroanlage (4000 Euro). 2019 und 2020 ist kein Geld für weitere Investitionen im Haushaltsplan eingestellt. Die Kosten, die für die Bewirtschaftung sowie durch interne Verrechnungen für den Einsatz von Elektrikern und Hausmeistern anfallen, belaufen sich jährlich auf rund 100.000 Euro. Für die Ersatzbeschaffung von Sportgeräten können 150 Euro ausgegeben werden. Das Koberbachcentrum nutzen Judosportverein, Sachsen 90 Werdau, HSG Langenhessen/Crimmitschau und SG Langenhessen.

Sporthalle am Gymnasium: In mehreren Etappen wird die Sporthalle am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium fit für die Zukunft gemacht. In den letzten vier Jahren konnten Duschen und Sanitärbereich erneuert (28.500 Euro), Risse an der Außenhülle beseitigt (30.000 Euro) und Belüftungstechnik ausgetauscht werden (193.000 Euro). Der nächste große Brocken, der ansteht, ist die Sanierung des Dachs. Dafür werden rund 200.000 Euro benötigt. Eine Realisierung ist frühestens 2020 geplant. TSV Germania Werdau und SV Sachsen 90 Werdau nutzen die Sporthalle. Wie teuer die Bewirtschaftung ist, kann die Stadt nicht mitteilen. "Schulgebäude und Turnhalle werden nicht getrennt veranschlagt", sagt Stadtsprecher André Kleber.

Stadion im Landwehrgrund/ Sachsen-Arena: Die Fußball-Teams des FC Sachsen Steinpleis-Werdau können unter anderem den Kunstrasenplatz in der Sachsen-Arena und das Stadion im Landwehrgrund nutzen. Die beiden Sportstätten betreibt der Verein. Dafür gibt es einen Zuschuss von 14.000 Euro (Betriebskosten) und 33.450 Euro (Pachtvertrag Sachsen-Arena) aus der Stadtkasse. Zudem beteiligt sich die Stadtverwaltung an den Kosten für die Reinigung des Kunstrasenplatzes. Dafür werden 2700 Euro überwiesen. In die Sanierung des Stadions im Landwehrgrund wurden unter Regie des Vereins zwischen 2015 und 2018 rund 300.000 Euro gesteckt. Fleißige Mitglieder verbrachten viel Freizeit bei Arbeitseinsätzen. Dadurch konnten zum Teil eine neue Drainage für den Naturrasenplatz eingebaut, eine Beregnungsanlage installiert sowie die Umkleidekabinen umgebaut werden. Für Zuschauer steht nun eine Sitzplatztribüne zur Verfügung.


"Wir finden gute Bedingungen vor"

Klaus-Peter Hampel (63) ist geschäftsführender Vorsitzender des SV Sachsen 90. Der Verein hat 1050 Mitglieder. Holger Frenzel sprach mit ihm.

Freie Presse: Wie bewerten Sie momentan den Zustand der Sporthallen und Sportplätze in Werdau, Herr Hampel?

Klaus-Peter Hampel: Wir finden gute Bedingungen vor. Die Sportstätten, die wir in Werdau nutzen, sind aus meiner Sicht in einem ordentlichen Zustand. Hier wurde - auch in vielen umliegenden Städten und Gemeinden - in den letzten Jahren sehr viel gemacht. Wenn wir jammern würden, wäre es jammern auf einem hohen Niveau.

Trotzdem die Frage: Wo drückt in Werdau der Schuh?

Die Trainingszeiten, die wir im Webalu für unsere Schwimm-Abteilung benötigen, gehen ins Geld. Wir nutzen das Webalu drei Stunden pro Woche, zahlen dafür rund 7000 Euro im Jahr. Zudem präsentiert sich die Außenfassade des Koberbachcentrums optisch nicht gerade in einem tollen Zustand.

In den Wintermonaten trainieren - neben vielen weiteren Sportlern - auch die Mädchen und Jungen aus den Fußball-Nachwuchsteams in den Sporthallen. Reichen die Hallenzeiten in Werdau aus?

Es ist schwierig, für alle Fußball-Nachwuchsteams vernünftige Trainingszeiten anbieten zu können. Ein weiteres Problem ist die Schließung der Sporthallen in den Sommerferien, was die Vorbereitung der Handballer auf die neue Saison oft erschwert.

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