King-Zentrum wird ausgezeichnet

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur überreichte dem Werdauer Martin-Luther-King-Zentrum einen Sonderpreis.

Werdau.

Die Coronakrise hat vielleicht auch etwas Gutes. Zumindest aus Sicht von Anna Kaminski von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Geschäftsführerin war am Freitagvormittag zum ersten Mal im Martin-Luther-King-Zentrum in der Werdauer Stadtgutstraße. "Das ist schon etwas anderes, wenn eine solche wichtige Einrichtung in einer kleinen Stadt statt in Berlin, Dresden oder Leipzig beheimatet ist", meinte die 58-Jährige gegenüber den Beschäftigten des Hauses.

Im Gepäck hatte sie einen der in diesem Jahr von der Bundesstiftung drei vergebenen Karl-Wilhelm-Fricke-Sonderpreise. "Mit dieser Auszeichnung würdigen wir den beharrlichen Einsatz des Martin-Luther-King-Zentrums für die Aufarbeitung der Diktaturen des 20. Jahrhunderts und die demokratische Bildungsarbeit", sagte Anna Kaminsky, die aufgrund der Corona-Pandemie die dazugehörige Laudatio per Video mitgebracht hatte. Lutz Rathenow, Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, würdigte in knapp vier Minuten die Arbeit des 1998 gegründeten Martin-Luther-King-Zentrums. "Ihr habt immer wieder wichtige Impulse gesetzt und neue Verknüpfungsformen gefunden, wie man Jugendliche heute die Geschichte von damals verständlich machen kann", meinte Rathenow.

Der Karl-Wilhelm-Fricke-Sonderpreis ist mit 5000 Euro dotiert, während der Hauptpreis an die Filmemacherin Freya Klier geht.

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