Luftballonstart abgeblasen

Die Bürgerinitiative Gablenz sagt wegen Anfeindungen eine Aktion vor dem Kindergarten ab. Ihr Ziel sei trotzdem erreicht.

Die Luftballon-Aktion der Bürgerinitiative Gablenz, die für heute am Kindergarten des Crimmitschauer Ortsteiles geplant war, fällt aus. Die Mitglieder der Bürgerinitiative wehren sich seit Monaten gegen Pläne von Investoren, die unter anderem Betonreste, Schotter, Mineralwollabfälle und asbestbelastetes Material in die jetzige Kiesgrube bringen wollen. Die Luftballonaktion vor der Kindereinrichtung sollte laut Manja Clemen, Sprecherin der Bürgerinitiative, symbolisch darstellen, wie weit Schadstoffe mit dem Wind in die Umgebung getragen werden und dass die Kinder unter diesen Folgen besonders leiden.

"Unsere gute Absicht, auf ein größeres Problem aufmerksam machen zu wollen, hat im Vorfeld wegen der Luftballons in Bezug auf die Umwelt für heftige Kritik gesorgt." Mit Rücksicht auf die Umwelt habe man bei der Vorbereitung bewusst auf zertifizierte Luftballons aus Naturkautschuk, Baumwollverschlüsse sowie kleinstmögliche Papierflugkarten geachtet. Man habe Gutes erreichen wollen und nicht mit Anfeindungen gerechnet. Die Absage habe letztlich aber für die Aufmerksamkeit gesorgt, die man sich schon die ganze Zeit für den Gegenwind zur Deponieplanung gewünscht habe. Somit sei es wohl letztlich die umweltfreundlichste Protestaktion, die ihr Ziel erreicht hat, bevor sie überhaupt stattfand, sagt Manja Clemen.

Die Petition, die die Gablenzer gegen die Investorenpläne ins Leben gerufen haben, hat bereits rund 3000 Unterzeichner gefunden.

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