Neben das Schocken-Kaufhaus kommen zwei neue Parkplätze

In Crimmitschau wird über die Umgestaltung der Innenstadt diskutiert. Die ersten Ideen: Autos sollen durch einen Teil der Badergasse rollen, die Stadtbibliothek mehr Platz bekommen.

Crimmitschau.

In der Innenstadt von Crimmitschau entstehen weitere Parkplätze. Dafür sollen die Flächen, auf denen sich momentan noch die Gebäude an der Badergasse 12 und Badergasse 17/19 befinden, genutzt werden. Die Crimmitschauer Wohnungsgesellschaft (CWG) lässt das Wohn- und Geschäftshaus an der Badergasse 12 abreißen. Die Stadtverwaltung bereitet den Abriss des Plattenbaus an der Badergasse 17/19 vor. "Wir wollen hier Parkplätze anlegen, damit Kunden ihre Autos so nah wie möglich an der Fußgängerzone abstellen können", sagte Oberbürgermeister André Raphael (CDU) am Mittwochabend zum Wirtschaftsstammtisch vor rund 50Zuhörern im ehemaligen Schocken-Kaufhaus.

Der Stadtchef informierte auch über seine Pläne für die Verkehrsführung. Die Poller, die sich aktuell an der Zufahrt in die Badergasse befinden, sollen versetzt werden, damit der Verkehr künftig wieder einmal durch einen verkehrsberuhigten Bereich zwischen Buttengasse und Johannisgasse rollen kann. "Als Fußgängerzone wollen wir den Bereich zwischen Taubenmarkt und Markt erhalten. Das ist ein kleiner, aber feiner Fleck", sagte Raphael.

Als Schlüssel für die geplante Belebung der Innenstadt gilt die rund 5,2 Millionen Euro teure Sanierung des ehemaligen Schocken-Kaufhauses. Investor Jens Dietrich, der das Vorhaben mit drei weiteren Partnern umsetzen will, hat zum Wirtschaftsstammtisch - erstmals in der Öffentlichkeit - über die Pläne für die Nutzung des Erdgeschosses informiert. Dazu gab es in der letzten Woche bei der Eröffnung der Ausstellung "Der Bauhausstil: Markenzeichen des Schocken-Warenhaus-Konzerns" noch keine Aussagen. Jens Dietrich kann sich in einem Teil des Erdgeschosses ein "Café Schocken", welches möglicherweise eine Bäckerei betreibt, vorstellen. "Wir favorisieren im Erdgeschoss und in der ersten Etage eine Nutzung mit einem öffentlichen Charakter - möglicherweise durch die Stadtbibliothek oder als Ausstellungsfläche", sagte Jens Dietrich.

Das Pro und Contra für einen möglichen Umzug der Stadtbibliothek, die am aktuellen Standort am Markt zu wenig Platz zur Verfügung hat, soll am morgigen Samstag bei einer Klausurberatung des Stadtrates diskutiert werden. "Das ist ein Thema. Ich könnte mir einen Umzug der Bibliothek in das Schocken-Kaufhaus vorstellen", informierte Raphael.

An die geplanten Investitionen haben auch die Verantwortlichen der Unternehmer-Verbände große Erwartungen. "Es wäre Gold wert, wenn wieder Leben in die Badergasse einzieht. Eine Nutzung des Erdgeschosses durch die Bibliothek wäre eine super Sache", sagte Frank Stahn, Vorsitzender des Interessenverbandes der Selbstständigen. Tom Würker, Chef der Werbegemeinschaft, erhofft sich davon einen Impuls für die gesamte Innenstadt. "Themen wie Schocken und Bauhaus sind von großem Interesse. Damit kann man Tagestouristen in die Stadt locken", sagte Würker.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    2
    Interessierte
    06.09.2019

    Bei uns wird neben das Schocken ein Hotel gebaut ; und auf den vorhandenen Parkplatz am Tietz ebenfalls ...



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