Neuer Besitzer, alte Pläne

Vom Einkaufstempel zum Gewerbegebiet: Es gibt erneut einen Anlauf, etwas Neues im Crimmitschau-Center zu etwickeln.

Crimmitschau.

Im Crimmitschau-Center hat es einen Eigentümerwechsel gegeben. Der Notarvertrag für das rund 70.000 Quadratmeter große Areal wurde Ende Februar unterschrieben. Darüber hat Andrea Beres, Wirtschaftsförderin der Stadtverwaltung Crimmitschau, informiert. Sie macht aber keine Angaben zum neuen Eigentümer. Im letzten Jahr gehörte das Crimmitschau-Center zu einer Unternehmensgruppe aus Berlin.

Ein Großteil der Hallen im ehemaligen Einkaufstempel steht leer. Das Kaufland hatte im November 2017 dicht gemacht. Der Baumarkt war im März 2018 nach Glauchau gezogen. Im Juli 2018 wurde vom damaligen Eigentümer die Idee zum Aufbau eines Kompetenzzentrums unter dem Arbeitstitel "Alles rund ums Haus" präsentiert. Interessenten, die in die eigenen vier Wände investieren wollen, sollten an einer Stelle die Ansprechpartner für Fliesen, Sanitärausstattung, Beleuchtung, Gartengestaltung und vieles mehr finden. Daraus wurde nichts.

Der neue Eigentümer verfolgt nach Angaben der städtischen Wirtschaftsförderung nun Pläne, die zwischenzeitlich in der Schublade lagen. "Wir haben nun einen Partner, mit dem wir in regen Kontakt stehen und den Standort gemeinsam beleben werden", sagte Beres. Ziel sei die schon vor einigen Jahren angestrebte Umnutzung des Areals in ein Gewerbegebiet. Die Stadt will dafür durch die Vorbereitung des Entwurfs- und Auslegungsbeschlusses zur Änderung des Bebauungsplanes die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen. "Hallenneubauten sind ebenfalls möglich", sagte Beres. Sie informiert, dass die Stadt momentan den Bedarf erfasst.

Unabhängig davon sollen die derzeitigen Mieter weiter im Crimmitschau-Center bleiben. Sie hätten, so heißt es aus dem Rathaus, vom alten Eigentümer eine Kündigung vorliegen gehabt. Beres: "Es wird bis zum Ende des Jahres in Ruhe geprüft, wie sich die gegenwärtigen Nutzer in eine neue Konzeption zur Betreibung des gesamten Standorts einfügen könnten."

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