Neuer Blitzer lässt die Stadtkasse klingeln

In Crimmitschau rechnet die Kämmerin mit mehr Geld als geplant

Crimmitschau.

94.800 Euro haben Temposünder und Falschparker in den ersten sechs Monaten des Jahres auf das Konto der Stadtverwaltung in Crimmitschau überwiesen. Die Einnahmen aus den Zwangs- und Verwarngeldern liegen damit deutlich über dem Ansatz im Finanzplan. In einem Bericht an die Stadträte steht, dass im gesamten Jahr mit Zwangs- und Verwarngeldern in Höhe von 141.500 Euro kalkuliert wird. "Bei gleichbleibender Entwicklung könnten sich circa 30.000 Euro Mehrerträge ergeben", teilt Kämmerin Petra Döring im Finanzplan-Zwischenbericht mit.

Auf die Einschätzung der Kämmerin reagiert Katrin Schnupp, Leiterin des Fachbereichs für öffentliche Ordnung und Sicherheit, mit der folgenden Aussage: "Auch wenn der bisher erreichte Stand über dem erwartenden liegt, kann nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass wir am Jahresende tatsächlich Mehreinnahmen zu verzeichnen haben." Sie zählt als nicht kalkulierbare Faktoren unter anderem witterungsbedingte Ausfälle der Technik oder Baustellen auf. Die Frage nach den Gründen für die Extra-Einnahmen aus den Zwangs- und Verwarngeldern lässt Katrin Schnupp unbeantwortet - zum jetzigen Zeitpunkt. Sie teilt mit: "Eine fundierte Aussage können wir erst am Ende des Jahres treffen."

Seit Frühjahr 2018 kontrollieren die Mitarbeiter des Fachbereichs für Öffentliche Ordnung und Sicherheit die Geschwindigkeit in Crimmitschau und in Dennheritz mit einem eigenen Blitz-Gerät. Katrin Schnupp informiert, dass die Anzahl der Geschwindigkeitsverstöße vor Kindertagesstätten und Schulen massiv zurückgegangen wären. Die monatlichen Auswertungen werden auf der Stadt-Homepage veröffentlicht. Dort ist zu lesen, dass die Mitarbeiter im August 2019 insgesamt 7633 Fahrzeuge kontrollierten und dabei 588 Geschwindigkeitsverstöße feststellten - das ist der zweithöchste Wert seit dem Beginn der Überwachung des fließenden Verkehrs. Verwarngelder, die nach den Verstößen im August verhängt werden müssen, sind im Halbjahresbericht nicht berücksichtigt.

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