Ortsvorsteher stehen für eine weitere Amtszeit bereit

In den nächsten Tagen treffen sich die neuen Werdauer Ortschaftsräte zu konstituierenden Sitzungen. Vorhaben und Probleme in den vier Dörfern bleiben die alten.

Werdau.

Mit den Kommunalwahlen am 26. Mai sind auch die Karten in den Ortschaftsräten der Werdauer Ortsteile Langenhessen, Königswalde, Leubnitz und Steinpleis neu gemischt worden. Der Königswalder Ortsvorsteher Bernd Gerber (Freie Wähler) freut sich auf eine "gute Mischung" in der örtlichen Bürgervertretung. Die konstituierende Sitzung des Gremiums ist auf den 5. August festgelegt. Und wenn es von der Mehrheit der Ortschaftsräte gewollt sei, trete er auch noch einmal als Ortsvorsteher an, sagt Gerber. "Ich stehe zur Verfügung." Er sieht die Schwerpunkte der Arbeit im Dorf in der Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit. "Im Fokus steht aber auch unsere Straßenbeleuchtung - wo fehlt etwas, wo kann etwas weg? Das hoffen wir nun endlich klären zu können."

Spätestens Mitte Juli wird sich der neue Ortschaftsrat von Steinpleis zu seiner ersten Sitzung zusammenfinden. Ortsvorsteher Bernd Dietel (Freie Wähler) stellt sich auch wieder zur Wahl. "Ob ich es dann auch werde, entscheiden aber die Abgeordneten." Zwei Vorhaben brennen den Steinpleisern unter den Nägeln. Das ist zum einen die Sanierung der maroden Straße Zum Steinpleiser Bahnhof, auf die die Einwohner seit vielen Jahren warten. Das Projekt des Landratsamtes komme einfach nicht voran, sagt Dietel. "Und zum anderen geht es um die Zukunft unserer Turnhalle, die wir als Veranstaltungsstätte im Dorf erhalten möchten."


Am 17. Juli treffen sich die neuen Ortschaftsräte von Langenhessen zum ersten Mal. "Ich stelle mich wieder zur Wahl als Ortsvorsteherin", sagt Amtsinhaberin Sabine Löhmer (parteilos). Die 750-Jahr-Feier von Langenhessen im kommenden Jahr sei einer der Arbeitsschwerpunkte der nächsten Monate. Aber auch das Problem der bislang fehlenden Buswartehalle an der Feuerwehr/Crimmitschauer Straße beschäftige den Rat. "Die Sanierung des Mittelweges, der die vergangenen Monate als Umleitungsstrecke genutzt wurde, ist ebenfalls ein Wunsch, den wir ans Rathaus weitergeben."

In Leubnitz findet die erste Sitzung des neuen Rates in der zweiten Juliwoche statt, sagt Ortsvorsteher Andreas Wimmer (FDP). Er wünsche sich für die Zukunft vor allem eine bessere und transparentere Zusammenarbeit mit dem Rathaus und auch einen verbindlichen Plan der Investitionen für die Ortschaft. Zur Wiederwahl als Ortsvorsteher stellt sich der Leubnitzer.

Die Ortsvorsteher erhalten für ihre ehrenamtliche Arbeit eine Aufwandsentschädigung, sagt Rathaussprecher André Kleber. Diese richtet sich nach der kommunalen Aufwandsentschädigungsverordnung und der entsprechenden Satzung der Stadt. Die Einwohnerzahl des jeweiligen Ortsteiles wird zugrunde gelegt. Momentan betrage die Entschädigung zwischen 556 und 765 Euro im Monat. Für die Belange der vier Dörfer, wie "besondere Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen", stehen 10.700 Euro im städtischen Haushalt zur Verfügung.

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