Stadt bremst bei Eis-Projekt

Für die angedachte Trainings-Eisfläche wird mehr Geld benötigt. Deshalb soll der ETC-Vorstand das Projekt überarbeiten.

Crimmitschau.

Die Pläne zur Schaffung einer Trainingseisfläche am Kunsteisstadion im Sahnpark in Crimmitschau wackeln. Zur nächsten Sitzung des Stadtrates stehen am 26. September - entgegen den bisherigen Ankündigungen - weder ein Baubeschluss noch eine Aktualisierung der Sportstättenleitplanung auf der Tagesordnung. Das hat Oberbürgermeister André Raphael (CDU) am Freitagnachmittag auf Anfrage der "Freien Presse" mitgeteilt. Zuvor hatte sich der Verwaltungsausschuss am Donnerstagabend in einer nicht öffentlichen Beratung mit dem Thema beschäftigt. Damit fehlen dem ETC Crimmitschau, der das Vorhaben umsetzen will, wichtige Voraussetzungen, um bis Ende des Monats die Fördermittel aus den Töpfen der Sportförderung des Freistaates beantragen zu können.

ETC-Vereinschef Matthias Gerth hat das Vorhaben am 22. August vorgestellt. Damals signalisierten die Stadträte, dass die Mitarbeiter der Stadtverwaltung die erforderlichen Beschlüsse bis zur nächsten Sitzung vorbereiten sollen. Am 6. September trafen die Planungsunterlagen für das Projekt im Rathaus ein. Dadurch erfuhr die Stadt laut Raphael, dass anstelle einer Zeltüberdachung eine Halle in Leichtbauweise favorisiert wird. "Daraus resultiert die Notwendigkeit, eine massive Bodenplatte beziehungsweise Einzelfundamente herzustellen", sagte Raphael. Das würde bei einer Fläche von 1500 Quadratmetern zu Mehrkosten von 225.000 bis 300.000 Euro führen.

Am Montag fand ein Gespräch zwischen Verantwortlichen der Stadt und des ETC statt. Raphael: "Dabei wurde übereinstimmend festgestellt, dass sich die Kosten für die Errichtung der mobilen Eisfläche nebst Halle auf weit mehr als 500.000 Euro belaufen und demzufolge die Zweckbindungsfrist über die bisher angestrebte Grenze von zehn Jahren steigt." Bisher war der ETC davon ausgegangen, dass weniger als eine halbe Million Euro ausreicht. Raphael: "Insofern kamen alle Beteiligten überein, dass der ETC seine Pläne und die Finanzierung der zweiten Eisfläche überarbeitet."

Matthias Gerth hielt sich am Freitag bedeckt. "Das ist ein brutaler Rückschlag", sagte der Vereinschef, der die Trainingseisfläche mit dem großen Eiszeiten-Bedarf der mehr als 300 Kinder und Jugendlichen begründet. Er bestätigt, dass es am Montag ein Treffen im Rathaus gab: "Das war aber eine interne Runde."

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