Stadtrat legt fest: Retter bekommen ab 2019 mehr Geld

Auf Crimmitschau kommen Mehrkosten von 40.000 Euro im Jahr zu. In Werdau ist vorerst keine Änderung der Entschädigungssatzung geplant.

Crimmitschau/Werdau.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Crimmitschau erhalten ab dem neuen Jahr mehr Geld. Die Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an Einsätzen wird erhöht - von 5 auf 12 Euro. Das hat der Stadtrat festgelegt. "Wir können damit vielleicht auch einen finanziellen Anreiz schaffen, um junge Leute für die Tätigkeit in der Feuerwehr zu begeistern", sagte Stadtrat Andreas Osse (Für Crimmitschau). Er und seine Kollegen diskutierten einige Monate über eine Änderung der Entschädigungssatzung.

In einem ersten Entwurf aus dem Rathaus war zunächst eine Aufwandsentschädigung von zehn Euro pro Einsatz angedacht. In einer nicht öffentlichen Vorberatung verständigten sich die Stadträte auf eine Erhöhung auf 12 Euro pro Einsatz. "Es ist an der Zeit, die ehrenamtliche Tätigkeit entsprechend zu würdigen", sagte Oberbürgermeister André Raphael (CDU). Die letzte Änderung gab es im März 2010.

Parallel dazu steigt auch die monatliche Aufwandsentschädigung für die Funktionsträger. Gemeindewehrleiter Werner Spalerski bekommt 165 Euro (bisher: 120 Euro). Seine Stellvertreter erhalten 110 Euro (bisher: 70 Euro). Die Tätigkeit der Ortswehrleiter auf den Dörfern wird mit 90 Euro (bisher: 40 Euro) entschädigt. Den größten Sprung gibt es bei den Gerätewarten auf den Dörfern - hier steigt die Entschädigung von 15 Euro auf 70 Euro im Monat. "Sie verbringen am meisten Zeit im Gerätehaus und haben eine große Verantwortung", sagt Werner Spalerski mit Blick auf die Aufgaben. Die Gerätewarte sorgen dafür, dass die Fahrzeuge und die Atemschutztechnik jederzeit einsatzfähig sind.

Durch die Erhöhung der Aufwandsentschädigung kommen deutliche Mehrkosten auf die Stadtkasse zu. "Der Mehrbedarf liegt bei rund 40.000 Euro im Jahr", sagt Werner Spalerski, der in Crimmitschau auf 240 Einsatzkräfte zurückgreifen kann. Bisher musste die Stadt jährlich rund 24.000 Euro für die Aufwandsentschädigung der Retter ausgeben. Im Entwurf des Haushaltsplanes für das nächste Jahr wird mit rund 64.000 Euro kalkuliert.

Damit bekommen die Helfer in Crimmitschau künftig mehr Geld als die Kollegen in Werdau. In der dortigen Entschädigungssatzung steht, dass die Verantwortlichen in den Ortswehren auf den Dörfern momentan 60 Euro (Ortswehrleiter) und 40 Euro (Gerätewart) erhalten. "Eine Änderung ist - zumindest für 2019 - nicht geplant", sagt Gemeindewehrleiter Henning Tröger. Er berichtet, dass in Werdau bisher auch auf eine Entschädigung für die Einsätze verzichtet wird. Tröger und seine Kollegen setzen auf ein anderes Abrechnungsmodell: Die Stadt stellt das Geld aus kostenpflichtigen Einsätzen, wenn zum Beispiel der Verursacher einer Ölspur ausfindig gemacht werden kann, den Ortsfeuerwehren zur Verfügung. "Damit werden dann mal eine Ausfahrt oder ein Abendessen bezahlt", sagt Tröger.

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