Tippelt droht das Aus im Kreistag

Grund: FDP-Mann ist auch Kreis-Angestellter - Volkmar Dittrich hindern gesundheitliche Gründe

Werdau.

Aus dem neuen Zwickauer Kreistag dürften schon vor der konstituierenden Sitzung die ersten gewählten Räte ausscheiden. Am Mittwoch hat das Gremium über drei Volksvertreter zu entscheiden, die dem Kreistag entweder nicht mehr angehören wollen oder dürfen. Prominentester Fall: Nico Tippelt. Landrat Christoph Scheurer (CDU) sieht bei dem 52-Jährigen, der von der FDP-Fraktion bereits zum Vorsitzenden gewählt wurde, einen Hinderungsgrund. Durch seine Arbeit als Musiklehrer an der kreiseigenen Musikschule sei er Angestellter der Landkreisverwaltung, heißt es. Daher könne er laut sächsischer Landkreisordnung nicht gleichzeitig Kreisrat sein.

Das sieht Tippelt anders. "Ich arbeite ja nicht in der Kernverwaltung", sagte er. Auch habe er in der Musikschule keine Leitungsfunktion inne. "Daher habe ich guten Gewissens mein Mandat angenommen." Tippelt geht davon aus, dass diese Regelung überholt ist. Er hofft, dass die Mehrheit den Antrag des Landrates ablehnt.

Obwohl auch er gewählt wurde, wird dagegen der frühere Werdauer Oberbürgermeister Volkmar Dittrich (Die Linke) definitiv nicht mehr dem Kreistag angehören. Er macht gesundheitliche Gründe geltend. Barbara Müller (Die Linke) hat hingegen ihre Wählbarkeit verloren. Sie hat mittlerweile ihren Wohnsitz außerhalb des Landkreises genommen und damit das Recht verloren, Kreisrätin zu sein. Dafür rücken Alexander Weiß und Steffen Gruna in den Kreistag nach. (nkd)

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