Unternehmer will im Zentrum an drei Standorten bauen

Eine Firma aus Sachsen-Anhalt beabsichtigt, in Werdau innerhalb von drei Jahren 15 Millionen Euro zu investieren. Der Technische Ausschuss stimmte den Vorhaben bereits zu.

Werdau.

Jürgen Rehse und Annette Heimrich, Geschäftsführer der Firma Rehei mit Sitz in Sangerhausen, haben große Pläne. Das Duo, welches unter anderem das Seniorenwohnheim am Brühl und das gegenüberliegende Gesundheitszentrum betreibt, will erneut in Werdau bauen. Geplant sind an drei verschiedenen Standorten im Zentrum gleich mehrere Projekte. "Wir werden insgesamt rund 15 Millionen Euro investieren", sagt Jürgen Rehse. Mit dem Erwerb der kommunalen Grundstücke wurde der erste Schritt getan. Der Technische Ausschuss, vor dem Rehse seine Pläne vorstellte, stimmte ebenfalls dem Vorhaben zu. Mit dem erteilten Vorbescheid kann Rehse in die weitere Planung gehen. Erteilt der Stadtrat auch dem noch ausstehenden Bauantrag seine Zustimmung, kann mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen werden. Was ist konkret geplant?

Seniorenwohnungen/Wohngruppen: Im ersten Bauabschnitt soll in L-Form im Bereich Quer- straße, Klostergasse und Brühl ein mehrgeschossiger Neubau entstehen. Im Erdgeschoss sind Läden und eine kleine Cafeteria vorgesehen. Im ersten und zweiten Stock sollen Räume für Wohngruppen für Senioren entstehen. Geplant sind 36 Plätze. Im Dachgeschoss sind Wohnungen geplant. Offen ist derzeit noch, ob eine Verbindung zu dem bereits bestehenden Seniorenheim am Brühl geschaffen wird. "Das überlegen wir uns noch", sagte Rehse bei der Vorstellung der Pläne. Mit dem Bau des Objekts soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Damit würde eine weitere Brachfläche im Zentrum verschwinden.


Ärztehaus: Das kleinste Projekt der drei Vorhaben ist im Bereich Marktgasse/Weberstraße vorgesehen. Momentan wird die Fläche als Parkplatz genutzt. Auf dem Grundstück will die Firma Rehei ein Ärztehaus errichten. "Vorgesehen sind maximal drei Praxen und im Dachgeschoss ein oder zwei Wohnungen. Erste Interessenten, so Rehse, seien bereits vorhanden. "Wir wollen das Projekt möglichst zeitnah mit dem Bau der Seniorenwohnanlage in Angriff nehmen", sagt der Geschäftsmann.

Wohnquartier am Brühl: Auf der Fläche Klostergasse, Brühl, August-Bebel-Straße sollen an vier Standorten drei Einzel- und zwei Doppelhäuser entstehen. In den Gebäuden sind insgesamt 20 bis 25 Wohnungen, je nach Zuschnitt, vorgesehen. Wann damit begonnen wird, ist noch unklar. Laut Rehse soll das Gesamtvorhaben jedoch innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU), der bei der Präsentation des Vorhabens vor Medienvertretern mit anwesend war, zeigte sich von den Plänen erfreut. "Zum einen ist es toll, wenn sich in der Stadt wieder die Baukräne drehen. Und zum anderen bin ich erfreut, dass zugleich weitere Brachflächen im Zentrum verschwinden. Das betrifft insbesondere die Lücke an der August-Bebel-Straße kurz vor dem Markt, in deren Bereich eine geschlossene Bebauung vorhanden ist."

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