Wagnerpark: Sanierung kann losgehen

Nach zig Beratungen sind sich die Werdauer Abgeordneten nun einig: Das Vorhaben wird umgesetzt. Allerdings in abgespeckter Form.

Werdau.

Nur noch maximal 292.000 Euro soll die Sanierung und Aufwertung des Richard-Wagner-Parks im Werdauer Osten kosten. Mit 19 Ja-Stimmen und jeweils einer Ablehnung und Enthaltung haben die Stadträte vorige Woche dem Vorhaben ihr Okay gegeben. Vorausgegangen waren vier Vorberatungen, um die größten Kritikpunkte, die die Abgeordneten angebracht hatten, aus der Welt zu schaffen. Die Finanzierung des Projekts erfolgt zu knapp zwei Dritteln aus Zuwendungen von Bund und Land, ein Drittel muss die Stadt beisteuern.

Unter anderem verzichtet die Kommune nun auf den Ausbau des Schotterrasenweges auf der nördlichen Seite zur Wohnbebauung hin. Der Zugang zum Park von der Braustraße aus entfällt damit. Die beiden desolaten Treppen werden abgerissen. Die Zahl der zu pflanzenden Bäume wurde von 73 auf 39 Stück reduziert. Für den neu zu gestaltenden Bereich des Spielplatzes gibt es kostengünstigere Spielgeräte, zum Beispiel anstatt eines Bodentrampolins einen Balancierbalken. Die Tore des ehemaligen Bolzplatzes an der Braustraße werden wiederverwendet, um einen Bolzbereich für Jugendliche im Park anzulegen.

Stadtrat Friedrich Piehler (CDU) konnte dem abgespeckten Beschluss trotzdem nicht zustimmen. "Wir haben in Werdau genug Parkanlagen. Statt noch mehr Geld dafür auszugeben, sollten wir lieber Straßen bauen. Die vorm Gymnasium zum Beispiel ist besonders mies." Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) sagte, dass der Wagnerpark an einem der größten Wohngebiete der Stadt liegt und als grüne Lunge für die Anwohner wichtig sei. Innerhalb des Stadtumbaus wolle man nicht nur neue Straßen anlegen und vorhandene sanieren. Sören Kristensen (Unabhängige Liste/FDP/SPD) gestand der Verwaltung zu, in den zurückliegenden Monaten viel an dieser Beschlussvorlage verbessert zu haben. Was an Einsparungen erfolgt sei, könne sich sehen lassen. Und auch in Sachen Pflege der Grünanlage werde gespart. Schade findet Kristensen, dass es keine Hundewiese in dem Bereich geben wird, da die Ergebnisse der Schallimmissionsprognose ungünstig für dieses Vorhaben seien. Auch ein früherer Vorschlag, auf dem Gelände Eigenheime zu errichten, musste verworfen werden, da das Areal einst als Friedhof genutzt wurde und noch Hohlräume von Grabstätten vorhanden sind.

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