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Der verlassene Wasserspeicher an der Gräbelbaude könnte spielenden Kindern zum Verhängnis werden. Die Anlage soll zur Wasseraufbereitung für das alte Stadtbad an der Gabelsbergerstraße gedient haben.

Foto: Matthias DegenBild 1 / 2

Alte Brunnenanlage - Gefahr für spielende Kinder

Viele Jahre hat sich niemand um den Bau in einer Zschopauer Kleingartenanlage gekümmert. Doch welchem Zweck diente dieser überhaupt?

Von Mike Baldauf
erschienen am 16.05.2018

Zschopau. Ein unscheinbar wirkender Natursteinbau in der Zschopauer Kleingartenanlage "Am Gräbel" fristete Jahrzehntelang ein Dasein im Verborgenen. Erst in diesem Frühjahr geriet das Bauwerk gegenüber der Gräbelbaude wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Von der Anlage gehe Gefahr aus, warnte Jürgen Hetzner (Die Linke) im April im Zschopauer Stadtrat. Spielende Kinder könnten in das Bauwerk gelangen. Der Natursteinbau ist zwar mit einer Stahltür verschlossen. Die ist allerdings stark angerostet und wirkt marode. Auf dem Dach befindet sich zudem eine offene Einstiegsluke, die den Blick auf einen korrodierten Stahlbehälter freigibt. Wie weit die Anlage in die Tiefe führt, ist unbekannt.

Frank Lämmel, kommissarischer Bauamtsleiter der Stadtverwaltung, spricht von einem Pufferbecken als Teil einer alten Brunnenanlage. "Wie tief es ist, weiß man nicht." Der Brunnen soll einst zur öffentlichen Wasserversorgung in Zschopau gehört haben, berichtet Lämmel. Die Stadt will sich seinen Worten nach um das vergessene Bauwerk kümmern und es gegebenenfalls sichern. Die Anfrage von Stadtrat Hetzner liegt indes schon einige Wochen zurück; gestern war der Einstieg noch offen.

Etwas Licht ins Dunkel bringt der ehemalige Zschopauer Stadtbaumeister Jochen Reh. So habe der Brunnen zur Wasseraufbereitung für das alte Stadtbad an der Gabelsbergerstraße gedient. Das wurde im Jahr 1927 errichtet. Für 147.500 Reichsmark verkaufte die Krankenkasse 1943 das komplette Grundstück mit Verwaltungsgebäude, Badeanstalt, Brunnengrundstück und Brunnenhaus an die Stadt, die zum 1. April Eigentümerin wurde. Das "Zschopauer Tageblatt" berichtete am 1. April 1943, dass sich Badezeiten und Preise des Stadtbades Zschopau nicht ändern und auch die fachliche Betreuung bleibe. Den Einwohnern standen unter anderem ein Brausebaderaum mit Wasserbecken für 18 Brausen, ein Untersuchungszimmer, 17 Wannen- und vier Brausenbadezellen, Räume für Heilbäder sowie Bestrahlungs-, Massage- und Ruheräume zur Verfügung. (mit hfn)

 
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