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Dachdeckermeister Stefan Lohse (links) und sein Sohn Daniel Lohse, der beste Jungmeister des Dachdeckerhandwerks des Handwerkskammerbereiches Chemnitz, beim Abkanten von Blechen.

Foto: Jan Görner

Bester Jungmeister will elterlichen Betrieb übernehmen

Daniel Lohse aus dem Olbernhauer Ortsteil Dittmannsdorf ist Dachdecker aus Leidenschaft. Seinen Meisterkurs empfand er aus mehreren Gründen als Herausforderung.

Von Jan Görner
erschienen am 15.11.2017

Dittmannsdorf. In ein paar Jahren möchte Daniel Lohse den Dachdeckerbetrieb seines Vaters Stefan Lohse im Olbernhauer Ortsteil Dittmannsdorf übernehmen. Dafür benötigt er den Meistertitel. Im vergangenen Jahr hatte der 28-Jährige den zehnmonatigen Lehrgang begonnen. Dass er diesen als bester Jungmeister im Handwerkskammerbezirk Chemnitz abschließen würde, habe er nie gedacht. "Es ist mir aber eine große Ehre", sagt er.

Schwer und äußerst komplex sei der Lehrgang gewesen. "Man wird nicht auf eine Prüfung vorbereitet, sondern tatsächlich auf das Dasein als Handwerksmeister in einem Betrieb." Viel habe er gelernt. Kaufmännische Themen etwa, aber auch Pädagogik in Zusammenhang mit der Ausbildung von Lehrlingen standen auf der Tagesordnung. Außerdem musste er sich wie alle anderen auch rein praktisch beweisen. Zwölf Stunden standen ihm zur Herstellung seines Meisterstücks zur Verfügung.

Daniel Lohse empfand den Meisterkurs aber auch aus anderen Gründen als enorme Horizonterweiterung. "Ich habe viele neue Leute kennengelernt, neue Freunde gewonnen und Ideen ausgetauscht", erklärt der Handwerker. Große Unterstützung erhielt der Dittmannsdorfer von seinem Vater. "Er hat mich für die Zeit des Meisterlehrgangs freigestellt. So konnte ich mich im Gegensatz zu einigen anderen Teilnehmern voll darauf konzentrieren", so Daniel Lohse. Froh ist er auch über die großzügige Förderung des Meisterlehrgangs durch den Freistaat. Der Kurs hat mehr als 10.000 Euro gekostet, und das Land Sachsen fördert ihn zu 40 Prozent.

Stefan Lohse ist stolz auf die Leistung seines Sohnes. Außerdem ist er sehr glücklich darüber, dass dieser das Unternehmen fortführen will. Der 61-Jährige sieht das auch als Anerkennung seines eigenen Lebenswerks und das seiner Familie. Sein Vater hatte den Betrieb 1954 gegründet. Er selbst führt ihn seit 1988.

Daniel Lohse arbeitet seit 2009 im Unternehmen seines Vaters. Sein Handwerk erlernte er in einem Betrieb in Eppendorf. Bereut hat er seine Entscheidung für diesen Beruf nie. Seine Arbeit ist oft mehr als nur Handwerk. "Mitunter hat sie sogar künstlerische Elemente", so der Jungmeister. Der Alltag des Dittmannsdorfers besteht daher sowohl aus Kopf- als auch aus Handarbeit und bietet ihm viele Möglichkeiten zur Entfaltung. Dass die Arbeit körperlich recht anspruchsvoll ist, stört ihn genauso wenig, wie die Tatsache, tagtäglich den Widrigkeiten des Wetters ausgesetzt zu sein.

Angst vor der eigenen Selbstständigkeit hat der 28-Jährige nicht. Er kennt die Region und viele seiner Kunden. "Hier gilt noch das Wort eines Kunden. Man braucht nicht für alles einen Vertrag", weiß Lohse aus Erfahrung. Die Geschäftsübernahme planen Vater und Sohn langfristig.

 
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