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Ein Großaufgebot verschiedener Einheiten der Polizei war gestern in Gelenau im Einsatz.

Foto: Thomas Steinert

Kriminaltechniker durchsuchen Garage in Gelenau

Bombenwerkstatt? Drogenlabor? Lager für Diebesgut? Gestern hat ein Polizeieinsatz an der Venusberger Straße Aufregung im Ort verursacht.

Von Holk Dohle
erschienen am 01.12.2017

Gelenau. Die Rede war von weißem Pulver. Eine Substanz zur Drogenherstellung? Oder eine Chemikalie, die zum Bau einer Bombe benötigt wird? Die Gerüchteküche kochte gestern Vormittag in Gelenau. Der Grund war ein Polizeieinsatz mit mehreren Beamten an der Venusberger Straße.

Mit sechs, sieben Fahrzeugen waren verschiedene Einheiten angerückt, darunter offenbar auch Chemiker der Kriminaltechnik aus Dresden sowie Polizisten in Zivil. In einem Garagenkomplex unterhalb der Schüllermühle nahmen sie eine der Garagen genau unter die Lupe.

Was oder wonach sie suchten, darüber gab die Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren keine Auskunft. Der Einsatzleiter vor Ort teilte auf Nachfrage lediglich mit, dass es sich bei der Aktion um eine "angeordnete Durchsuchungsmaßnahme" handele.

Die Polizisten räumten unter anderem zwei Mountainbikes, mehrere Gasflaschen in verschiedenen Farben und Größen sowie Werkzeugkoffer aus der Garage. Die Nummern der Werkzeuge, darunter hochwertige Spezialgeräte wie ein großer Drehmomentschlüssel, verglichen die Beamten mit denen auf einer Liste. Diebesgut? "Kein Kommentar", sagte der Einsatzleiter. Daran hielten sich auch die beiden Kriminaltechniker, die in ihrem Spezialfahrzeug Substanzen untersuchten, die offenbar auch in der Garage gefunden worden waren.

Ebenso unbeantwortet blieb die Frage, ob zwischen der mehrstündigen "Durchsuchungsmaßnahme" und dem jüngsten Einbruch in eine naheliegende Metallbaufirma ein Zusammenhang bestehe. Anfang des Monats war ein auf dem Gelände der Firma an der Venusberger Straße abgestellter VW Transporter aufgebrochen worden. Wie die Polizei damals mitteilte, hatten unbekannte Täter aus der Werkzeugkiste auf der Pritsche des Fahrzeuges zwei Schraubersets mitgehen lassen. Gesamtschaden: über 3000 Euro.

Das soll nicht der erste Diebstahl gewesen sein. Wie "Freie Presse" erfuhr, sei die Gelenauer Firma bereits in der Vergangenheit von Langfingern heimgesucht worden. Bei der Diebesbeute habe es sich meist um hochwertige und zum Teil auch neue Werkzeugsets gehandelt. Zudem seien auch Flüssiggasflaschen vom Hof verschwunden: Druckgasbehälter mit Sauerstoff, Propan oder Acetylen.

Gegen 14 Uhr fiel bei den Beamten der Hammer. Das Einsatzkommando der Polizei packte langsam seine Sachen. Das erste Fahrzeug rückte wieder aus Gelenau ab. Eine Joggerin passierte schnaufend den Garagenkomplex. Dabei musste die Frau einen kleinen Bogen um die Polizisten und vier stählerne Gasflaschen machen, die die Beamten vor die Garage gehievt hatten: einen braunen, ein grauen und zwei blaue Druckgasbehälter.

Während die Männer des Einsatzkommandos ihre Ausrüstung im Bulli verstauten, liefen auch die beiden Kriminaltechniker wieder zu ihrem für ein Polizeifahrzeug ungewöhnlich lackierten und mit gelbem Streifen versehenen Transporter. Und was ist mit dem weißen Pulver? "Kein Sprengstoff", flüsterte der eine im Vorübergehen.

 
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