Ellefelder Arzt will keine Ausländer behandeln

Ein Arzt sagt öffentlich, dass er in seiner Praxis keine Ausländer behandeln will. Hat das Konsequenzen?

Ellefeld.

Gegen Dr. Thomas Schädlich, der als Internist in der Gemeinde Ellefeld praktiziert und Mitglied des vogtländischen Kreistages für die Alternative für Deutschland (AfD) ist, liegt eine Beschwerde bei der Sächsischen Landesärztekammer vor. Das bestätigte Knut Köhler, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kammer. Die Beschwerde hat Rodny Scherzer eingereicht, der mit seiner Projektverwaltungsgesellschaft das ehemalige Hotel "Ellefelder Hof" in Ellefeld gekauft und mit dem Vogtlandkreis einen Vertrag zur Nutzung als Flüchtlingsunterkunft geschlossen hat. Hintergrund der Beschwerde sind Äußerungen des AfD-Kreisrates bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag in Ellefeld. Dort stellte Scherzer das Nutzungskonzept für den "Ellefelder Hof" vor. Der hatte seit Jahren leer gestanden.

Schädlich hatte unter anderem gesagt, dass er die medizinische Behandlung von Ausländern und Flüchtlingen in seiner Praxis ablehne. Und: "Wenn ich Ausländer behandeln wollte, wäre ich zu Ärzte ohne Grenzen gegangen."

Sascha Aurich

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Die bloße Ankündigung sei moralisch verwerflich, aber juristisch zunächst nicht relevant, äußert sich die Landesärztekammer zu der vorliegenden Beschwerde. Es müsse "tatsächlich zu einem nachweislichen Verstoß gekommen sein", bevor die Landesärztekammer Rügen erteilt oder Ordnungsgeld androht. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsrecht dürfe ein Arzt einem Patienten nicht wegen dessen Hautfarbe, Religion oder Staatsangehörigkeit eine Behandlung verweigern. Verstößt er dagegen, kann er straf- beziehungsweise zivilrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Wörtlich heißt es: "Wenn sich der Arzt eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich seine Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufes ergibt, könnte es sogar zum Approbationsentzug durch die Landesdirektion Sachsen kommen."

Dr. Thomas Schädlich hatte bis gestern sowohl von der Beschwerde als auch von der Stellungnahme des Landesärztekammer keine Kenntnis, weswegen er dazu keine Stellung nehmen wollte. Zu seinen Äußerungen am Donnerstagabend habe es vorab Absprachen mit seinem Rechtsanwalt gegeben.

CDU-Landtagsabgeordneter Sören Voigt, der als Gast an der Gemeinderatssitzung in Ellefeld teilgenommen hat, ist schockiert von den Äußerungen Schädlichs. Diese würden deutlich zeigen, "dass er ein massives Problem mit allen Ausländern hat". Voigt: "Eine Unterscheidung zwischen Deutschen, die es wert sind, medizinisch betreut zu werden und Menschen, die es nicht sein sollen - neben Flüchtlingen eben auch Menschen aus anderen europäischen Ländern - ist nicht hinnehmbar." Der CDU-Landtagsabgeordnete erwartet von Schädlich eine öffentliche Entschuldigung und Positionierung, "die klar erkennen lässt, dass er als Arzt jedem hilft, der dringend medizinische Versorgung braucht."

Rodny Scherzer erwartet von der Ärztekammer eine "rechtliche und standesrechtliche Bewertung des Vorgangs". An ihren Plänen halten er und sein Bruder André trotz des Widerstandes von einem Teil der Ellefelder fest. Das sagten sie auf Nachfrage gegenüber "Freie Presse". In Ellefeld ist eine Unterkunft für rund 80 Flüchtlinge geplant. Die ersten 40 sollen ab 1. Dezember kommen, weitere 40 im Januar. Rodny und André Scherzer betreiben Einrichtungen für Asylbewerber bereits im Landkreis Hof. Für die in Ellefeld ist mit dem Vogtlandkreis eine Nutzungsdauer von eineinhalb Jahren festgelegt.

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46Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    3
    28.11.2015

    @Haju hier ein paar Info,s bezgl. der Herrschaften die hier versorgt werden, www.kvhh.de nähere Information über Leistungen und event. nicht genehmigten Leistungen. Bezieht sich auf HH die die Asylis bei der AOK Bremen /Bremerhaven untergebracht haben.
    Erkennbar ist das so manch eine Leistung die ein Arzt erbracht hat nicht vergütet wird. Also der Doc hat schon Recht : Ohne Moos nichts los... MfG

  • 11
    3
    Haju
    25.11.2015

    So wie ich das verstehe, hat die „Wir schaffen das“-Fraktion noch keinerlei Konzepte zur Finanzierung der Behandlung der aktuellen Flüchtlinge. Das verwundert nicht: nur wenn der Arzt die Kosten freiwillig übernimmt (gut für weiterhin schwarze Zahlen beim Bund), kann sich auch der illegale, nicht registrierte, untergetauchte problemlos behandeln lassen, denn für eine Kostenabrechnung müßten ja Personendaten erfasst werden. Ja, allein bei dem Gedanken bekomme ich schon Zahnschmerzen …

  • 13
    5
    JackoBJ
    25.11.2015

    So, jetzt reicht es!!! Nicht mal die Hälfte des Artikels ist wahr. Dieser heute erschienene Artikel ist der Gipfel von all dessen, was die Lügenpresse uns versucht zu suggerieren! Sehr geehrte Frau Mann, warum haben Sie völlig zusammenhanglos mehrfach über diese Veranstaltung berichtet? Warum haben Sie stichhaltige Begründungen für das Verhalten des Arztes einfach im Artikel ausgelassen?? Eine mögliche Erklärung wäre doch, dass Sie es von Seiten Ihres Arbeitgebers - sprich der FREIEN PRESSE - nicht durften. Berichtigen Sie mich bitte, wenn ich hierbei falsch liegen sollte. Eine Tageszeitung sollte doch eigentlich völlig frei und unvoreingenommen über das aktuelle Geschehen berichten und nicht als Instrument der derzeitigen (noch!) Machtinhaber publizieren!!! Im Zuge dessen wäre es doch angebracht, die Aussagen des Arztes komplett!! zu veröffentlichen (Anfrage des Arztes wegen Behandlungsauftrag bei der KV, Überfüllung der Praxis seiner Frau etc.). Das würde doch die ganze Angelegenheit doch in ein anderes Licht rücken, oder? Mit freundlichen Grüßen, Jens Hornung

  • 4
    4
    gretahermann
    25.11.2015

    @saftpresse: Dann unterscheiden wir uns zusätzlich in unseren Vorstellungen von Gesundheit.

  • 6
    12
    gelöschter Nutzer
    25.11.2015

    @gretahermann: Jedenfalls lasse ich mich nicht von Fremdenhassern und strammen Rassisten verleiten. Hätten sie einige meiner Beiträge gelesen wüssten sie natürlich, dass weder Merkel noch Schnitzler mein Verständnis von Demokratie prägen, wohl aber gesunder Menschenverstand.

  • 13
    6
    gretahermann
    25.11.2015

    Hallo "saftpresse", ich lese von Ihnen nur Propaganda-Schnipsel, aber keine Argumente. Gehören Sie zum Nudging-Team von Frau Merkel oder sind Sie gar ein Abkömmling Karl-Eduard von Schnitzlers?

  • 4
    12
    gelöschter Nutzer
    25.11.2015

    @fp2012 24.11. 15:26 Uhr: Sie haben recht. Und so mancher, wie auch sicher einige hier im Tread, tragen ihre "Glatze" heute unter mehr oder weniger fülligen Haar gut gerant, hinter bürgerlicher Fassade.

  • 5
    2
    24.11.2015

    Nach den Schilderungen von dogbernie ist dieser Artikel den Unwort des Jahres vollauf gerecht geworden. Das YouTube Video bestätigt die erhobenen Vorwürfe nicht sondern eher dogbernies Schilderung.
    https://youtu.be/t1hxzLR5xq8

  • 7
    1
    Holzwurm
    24.11.2015

    @dogbernie: Vielleicht betet der Bürgermeister für eine bessere medizinische Versorgung im Ort, mehr hat er ja bisher auch nicht zustande gebracht.

  • 5
    3
    ommi22
    24.11.2015

    @fp2012
    Ich habe Sie nicht persönlich angegriffen. Das war nur eine allgemeine Feststellung.
    Aber Ihre Reaktion zeigt nur , das "getroffene Hunde bellen" ;)

  • 11
    2
    olib
    24.11.2015

    Ich kann bestätigen, dass Frau Dr. Schädlich und Herr Dr. Schädlich wirklich sehr nette Menschen sind. Umso mehr hat mich der Artikel heute schockiert. Ich wohne nebenan in Auerbach, bin aber zur Zeit selbst in Bayern als AiPler tätig. Alle Ausführungen von "dogbernie" kann ich weitestgehend bestätigen. Die Politik der letzten Jahre gipfelt nun in einer tiefgreifenden Spaltung der Gesellschaft. In allen Bereichen. Auch die Lage im Gesundheitswesen ist alarmierend. Da lässt sich eben sogar ein Arzt in seiner Verzweiflung zu Äußerungen hinreisen, die er wahrscheinlich nicht so gemeint hat (Ärzte ohne Grenzen). Man muss sich umschauen, die Nerven liegen blank. Überall. Es ist alarmierend. Es ist aber schon wichtig festzuhalten, dass Flüchtlinge auch nur die Leidtragenden einer verfehlten Politik sind. Genauso wir. Das sollte man nicht vergessen. Ursache und Wirkung auseinanderhalten und sich mit der berechtigten Wut an die eigentlichen Verursacher wenden!

  • 1
    8
    Bonsay
    24.11.2015

    Ohne mich jetzt auf eine Seite zu stellen ! Möchte meine Meinung einfach mal in den Raum stellen!
    Wie viele Soldaten sind nach der Wende von der Bundeswehr sprich ehemalige NVA Soldaten übernommen wurden obwohl sie auch einen Eid geleistet haben ? Ist einfach mal was zum nachdenken das es hier um mehr geht !

  • 11
    7
    aussaugerges
    24.11.2015

    Unser neuen Moslems lassen sich kein Essen von Frauen geben.

  • 13
    2
    dogbernie
    24.11.2015

    Als Ellefelder und da ich bei der besagten Veranstaltung anwesend war, ein paar Worte wie ich es vernommen habe und ein paar Infos die hier denke ich beachtet werden sollte. Es gibt hier einige Ungereimtheiten. Bei der Veranstaltung hat dieser Arzt darauf hingewiesen das er und seine Frau die einzig verbliebenen Mediziner in Ellefeld (2.600 Einwohner) sind. irgendwelche Google Suchergebnisse oder in anderen entsprechenden Portalen - geschenkt. Sind veraltet. Beide Mediziner sind bereits seit vielen Monaten am Limit, können keine weiteren Patienten mehr aufnehmen. Ich kann das aus Berichten von dortigen Patienten bestätigen. Und darum ging es in dieser Veranstaltung, Dr. Schädlich hat die beiden Betreiber des Asylbewerberheimes ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, das ihrte Ansicht "die Asylbewerber haben die gleichen Rechte auf medizinische Betreuung (sicherlich richtig), sie haben sie aufzunehmen und basta" so einfach nicht zu sehen ist. Als Antwort bekam er dann von beiden zu hören "wenn von den 80 wie deutschlandweit 10% ständig oder zeitweise krank sind" dann haben sie halt 8 oder 10 mehr, sinngemäss "stellen Sie sich mal nicht so an". Dr. Schädlich hat dann darauf aufmerksam gemacht das es keine Vereinbarungen finanzieller und rechtlicher Art mit den KV im Freistaat gibt, was die Behandlung anbelangt. Kurzum, beide Mediziner sind weder rechtlich noch finanziell entsprechend abgesichert. Und dann kam die Aussage sinngemäss "auf dieser Grundlage behandele ich keine Asylbewerber", von den hier lebenden Ausländern war nie die Rede. Seine Reaktion "dann kann ich zu Ärzte ohne Grenzen gehen", OK, war für mich sicherlich grenzwertig. Aber hatte mit der Sache an sich weniger zu tun. Es war die Reaktion auf die gegenteilige Meinung einer anderen Medizinerin, deren Kollegin Asylbewerber kostenlos behandelt hat. Kurzum, hier ist vieles aus dem Zusammenhang gerissen und so aufbereitet, wie man es gerne hätte. Das der betreffende Mediziner Mitglied der AfD ist, geschenkt. Die Parteizugehörigkeit eines Arztes interessiert mich nicht. Nachtrag: wenn Ellefeld nicht quasi gleich neben Falkenstein und Auerbach liegen würde, wäre die medzinische Versorgung hier besorgniserregend. Weil es zum Glück dort noch genug Ärzte gibt, welche Dr. Schädlich und seine Frau entlasten. Das es in einem Ort mit 2.600 Einwohnern nur noch 1 Arztpraxis gibt, weil die Gesundheitspolitik dieser Regierungen seit Jahren ein Grab für die Allgemeinmediziner in den Gemeinden ist, halte ich für den größeren Skandal.

  • 0
    3
    872889
    24.11.2015

    @ommi22: Und der Umkehrschluss...? :-))

  • 6
    12
    fp2012
    24.11.2015

    @ommi22:
    Ich werde mich nicht auf Ihr beleidigendes Niveau hinab begeben, aber davon abgesehen, Intelligenz ist ja eine menschliche Eigenschaft, aber im Angesicht der von dem Ellefelder "Arzt" geäußerten Worte bin ich mir nicht mehr sicher, ob alle Ärzte noch menschlich sind.

  • 6
    5
    ommi22
    24.11.2015

    @fp2012
    Schade, dass ich kein Arzt bin.

    Ärzte sind intelligente Menschen.

  • 6
    8
    1953866
    24.11.2015

    @blackadder, MüllerF., Sie wissen selbstverständlich ganz genau, was Schädlich wirklich gesagt hat. Da ich es nicht weiß, äußere ich deshalb nur Vermutungen, ohne sofort zu verurteilen.

    Wie war das mit der KZ-Rede von Pirinci?

    http://www.stefan-niggemeier.de/blog/22191/die-unwahrheit-ueber-akif-pirincis-kz-rede/

    Wurde da nicht auch die Rede etwas fehlerhaft wiedergegeben?

  • 5
    4
    872889
    24.11.2015

    @Sommerkind: Zu einer Demokratie gehört nicht nur die freie Meinungsäußerung, sondern auch die Würde des Menschen etc.

  • 5
    12
    872889
    24.11.2015

    Bleibt zu hoffen, dass solche Leute wie dieser schädliche Arzt auch mal einen Arzt brauchen. Die Chancen sind gut, hier auf einen Arzt mit Migrationshintergrund zu treffen. Vielleicht denken diese Leute nach einer erfolgreichen Reanimation oder Notfallbehandlung dann anders darüber nach. Und sollte die Behandlung scheitern, "droht" im Pflegefall auch wieder eine Versorgung durch Menschen mit Migrationshintergrund... Und dann?

  • 8
    13
    Schinderhannes
    24.11.2015

    An alle, welche hier die Haltung dieses "Arztes" gut heißen oder relativieren:

    In einer absolut gesundheitlichen Notsituation, vielleicht einem Schlaganfall, wünsche ich Euch keine Hilfe, weil Ihr zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, Ausländer, Deutsche, zu reich, zu arm, behindert u.s.w.u.s.f. seid.
    Es könnte viele Gründe geben, einem Menschen nicht zu helfen.
    Im Dritten Reich ging es damit los "Kauft nicht bei Juden ein". Danach wurde ihnen auch die medizinische Hilfe verweigert.
    Hier fragt tatsächlich jemand, was der Unterschied zwischen einem Hitlerfaschisten und einem Nationalsozialisten ist. Ich tippe mal auf den debilen Bereich.
    Achtung Ironie: Wir brauchen Führer wie Bachmann oder Höcke, Ärzte wie Schädlich und Fußvolk wie "ommi22", "Hübnererich" und "Holzwurm"...
    Viel Spaß im Kopfkino...

  • 8
    20
    fp2012
    24.11.2015

    Schade, dass ich kein Arzt bin.
    Hätte ich doch nun glatt ein Schild draußen dran gehängt: "Ich behandle keine Ellefelder mit Glatze".
    Unglaublich, was sich heutzutage alles so Arzt schimpft. Pfui Teufel!

  • 21
    9
    Sommerkind
    24.11.2015

    Da wir in einer Demokratie leben ist eine freie Meinungsäußerung zu respektieren. Und seinen Standpunkt zu vertreten zeugt in der heutigen Zeit von Mut und hat dafür meinen Achtung verdient.

  • 20
    10
    Holzwurm
    24.11.2015

    Dr. Schädlich als einer der Wenigen mit eigener Meinung und der diese auch noch kund tut. Nicht wie die vielen Scheinheiligen, die seine Meinung insgeheim teilen, aber zu feige sind das auch zu sagen. Viel, viel mehr Dr. Schädlich braucht das Land, damit mal wieder das eigene Volk an erster Stelle steht, so wie es eigentlich normal ist.

  • 24
    7
    alwin
    24.11.2015

    Herr Dr. Schädlich ist in der Gemeinde Ellefeld ein angesehener, allseits beliebter Arzt.
    Umso mehr finde ich es als eine Unverschämtheit, ihm total aus dem Zusammenhang gerissene, verdrehte Äußerungen zu unterstellen.
    Prima, haben wir doch endlich wieder mal was gegen die AfD, in der Herr Dr. Schädlich Mitglied ist !
    Von Ihnen ach so entsetzten Herrn Sören Voigt als CDU-Mitglied und "Kirchgänger" habe ich wirklich etwas anderes erwartet, als Bürger, die nicht Ihrer Meinung sind, mit Unwahrheiten zu deformieren. Wiederholen Sie lieber den richtigen Wortlaut von Herrn Schädlich, bevor Sie solch einen Müll zur Presse geben !
    Dies gilt auch für die Besitzer des Ellefelder Hofes.
    Vielleicht überlegen diese Herren einmal, die Asylanten dort kostenlos unterzubringen. Dies wäre doch ein Beitrag für wirklich uneigennützige Hilfe.Stattdessen nutzen das neue Geschäftsmodell und kassieren kräftig ab !

  • 15
    7
    ommi22
    24.11.2015

    @1048091
    Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, ABER ich wünsche mir Benehmen und mehr Dankbarkeit für ihr Leben in Frieden bei uns in Deutschland.
    So und nun bin ich ein NAZI?
    Erklären Sie doch mal den Unterschied zwischen einem Nationalsozialisten und einem Hitlerfaschisten.

  • 8
    17
    1048091
    24.11.2015

    Hier bekommt der Satz "wir haben ja nichts gegen Flüchtlinge/Ausländer - ABER..." seine wahre Bedeutung.
    Es ist noch nicht lange her, da haben deutsche Ärzte keine Juden behandelt - wer sich solche Zeiten zurückwünscht, ist und bleibt ein Nazi!

  • 11
    14
    MuellerF
    24.11.2015

    @1953866:

    "Keine Kapazitäten" WAR hier aber nicht die Begründung des betr. Arztes, das übersehen Sie geflissentlich. Damit hätte er sich ja ganz einfach heraus reden können- HAT er aber nicht, sondern statt dessen (m.E. BEWUSST) provoziert- nun muss er mit den Reaktionen leben. Auch wenn seine Äußerungen juristisch folgenlos sein dürften, sind sie dennoch widerlich!

  • 11
    18
    Blackadder
    24.11.2015

    Der Unterschied, lieber 1953866, zwischen beiden Ärzten ist der: der von Ihnen erwähnte Arzt handelte aus Not (in diesem Falle Zeitnot), der hier beschriebene Arzt handelt aus Fremdenfeindlichkeit, evtl. auch Rassismus. Das ist für mich ein sehr großer Unterschied, wesahlb auch hier die Kommentare sehr unterschiedlich ausfallen.

  • 10
    19
    freeze
    24.11.2015

    Dass die meisten der Kommentare hier diese rassistische, menschenverachtende Haltung des Arztes relativieren oder sogar gutheißen, beweist einmal mehr, dass das Internet inzwischen von Psychopathen und Hetzern mit einem barbarischen krankhaft verzerrten Weltbild dominiert wird.

    Eine Unterscheidung zwischen Menschen, die es wert sind behandelt zu werden und solchen, die es nicht wert sind, wurde zuletzt im Dritten Reich praktiziert. Die scheinbare Mehrheitsfähigkeit dieser Position hier ist geradezu furchteinflößend.

  • 20
    11
    1953866
    24.11.2015

    Am 14. 11. 2015 gab es hier einen Bericht über einen Hausarzt, der langjährige Patienten wegen Überfüllung kündigen musste:

    http://www.freiepresse.de/LOKALES/VOGTLAND/PLAUEN/Wegen-Praxis-Ueberfuellung-Hausarzt-kuendigt-Patienten-artikel9356183.php

    Da hielt sich die Empörung in Grenzen.
    Geht es aber um Flüchtlinge ist das ganz anders. Da ist vom Nazi in Nadestreifenanzug die Rede, von "Approbationsentzug", usw. Scheinbar gibt es nach Ansicht einiger Leser doch verschiedene Klassen von Patienten. Kündigt ein Hausarzt aus Kapazitätsgründen, dann ist das nicht schön, aber was solls, zumal es sich in der Regel um Einheimische handelt. Nimmt ein Hausarzt, hier in der Gegend schon der Normalfall, keine neuen Patienten an, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Bei Einheimischen wird höchstens mit der Schulter gezuckt, betrifft es aber Flüchtlinge kommt die Empörungswelle in Fahrt. Ausländerfeindlich!
    Komisch, inländerfeindlich, das Wort habe ich noch nie gehört.
    Ein anderer Aspekt ist ja auch die Versicherungsfrage. Sind die Flüchtlinge für den Krankheitsfall versichert oder bleibt der Arzt auf den Kosten sitzen. Meines Wissens gibt dazu noch keine einheitliche Regelung. Das würde auch den Hinweis auf "Ärzte ohne Grenzen" erklären, die ja bekanntlich ihre Freizeit (Urlaub) opfern und ohne Honorar behandeln, oder von Spenden abhängig sind.

  • 22
    6
    mary77
    24.11.2015

    Wie bitte? Ausgerechnet die Unterkunft-Betreiber, die auf Kosten von menschliche Leid das große Geld verdienen, werfen anderen moralische Verwerflichkeit vor. Und ja, Deutsche, die straff jeden Monat ihre Krankenkasse bezahlen und monatelang auf Facharzttermine warten dürfen nicht hinten anstehen, hinter Refugees, die selbstverständlich sofort auf unsere Kosten medizinische Vollversorgung bekommen.

  • 16
    18
    Blackadder
    24.11.2015

    Es würde mich mal interessieren, wie alle, die hier so ein großes Verständnis für diesen Arzt aufbringen, reagieren würden, wären sie selbst diejenigen, die aus Gründen der Herkunft oder Religion plötzlich nicht mehr von einem Arzt behandelt werden würden. Ich wette mal, das Geschrei wäre groß.

  • 28
    18
    ThorstenS
    24.11.2015

    Ob der ach so schockierte Herr Sören Voigt weiß, wie lange man in Deutschland auf einen Facharzttermin warten muss? Wenn jetzt noch die, von seiner Chefin unkontrolliert hereingelassenen Asylanten die Praxen überrennen, kann man sich leicht vorstellen, was hier bald los ist. Herr Voigt, sie sind mit ihrer Politik Schuld daran, dass sich ein Arzt so äußern muss. Ein altes Sprichwort sagt, "wer die Wahrheit sagt, brauch ein schnelles Pferd". Respekt vor dem Mut von Herrn Schädlich.

  • 29
    15
    gdz
    24.11.2015

    Sehr gut, Herr Dr. Schädlich. Bleiben Sie standhaft.
    Ich behaupte, im Falle eines Notfalls hätte er sicher geholfen. Aber bei banalen Sachen kann der Arzt schon machen was er für richtig hält. Da sollten sich die Besserwisser einfach mal raushalten und ihre dummen Gutmenschen-Kommentare verkneifen.

  • 21
    14
    Ruediger1683
    24.11.2015

    Und so wie auch die Energiewende einigen Subventionsabgreifern traumhafte Gewinne beschert, natürlich alles nur zur Weltrettung, währenddessen hunderttausende geringverdienende Familien die explodierenden Stromkosten nicht mehr tragen können und ihnen der Stzrom abgedreht wird, sehen auch in der Asylfrage viele die Chance, mit großartiger Willkommenskultur und nur aus Nächstenliebe nebenbei auch noch die eine oder andere Million zu verdienen, werden doch für die Unterkünfte mittlerweile mehr als auskömmmliche Mieten bezahlt. Man möge sich in der moralischen Bewertung jener "Investoren" zurück halten, aber sich die Frage stellen, welche verkommene Politik zu diesen Zuständen führt, eine Politik, für die auch die Partei des tiefenempörten Sören Voigt maßgeblich verantwortlich ist.

  • 15
    29
    gelöschter Nutzer
    24.11.2015

    Die Haltung der Ärztekammer halte ich für mehr als bedenklich. Dieser Arzt ist seines Berufes unwürdig. Vor 80 Jahren wurden in Deutschland schon einmal Menschen diskriminiert und von der Herrenrasse aus den gesellschaftlichen Leben verbannt. Geht das jetzt schon wieder los? AfD ler Nazis in Nadelstreifen? Das ist dann wohl komplett untertrieben. Wer Patienten nicht mehr als Menschen wahrnimmt, sonder nach Hautfarbe oder Rasse unterscheidet, hat seinen Beruf verfehlt und sollte nicht auf Menschen losgelassen werden. Was kommt als nächstes? Wird er keine Andersdenkenden mehr behandeln?

  • 21
    13
    Ruediger1683
    24.11.2015

    ob es richtig ist, Flüchtlinge nicht zu behandeln, bezweifle ich, aber er wird seine Erfahrungen haben. Vielleicht sollten all die Begrüßlinge und politisch Verantwortlichen auf ihre Arzttermine zugunsten der von ihnen herbei gerufenen verzichten, so wie sie auch auf Einkommen und Wohnraum zugunsten dieser verzichten sollten. Aber sie sprechen ja immer so schön von "wir sollten.... " und "wir müssen" womit sie ihre großartige Gutmenschlichkeit zu möglichst geringen eigenen Nachteilen demonstrieren belegen, nicht erwartend, dass dies sich immer mehr als Fehlkalkulation erweist.

  • 20
    24
    Täglichleser
    24.11.2015

    Ärzte sind eigentlich angetreten nach dem Eid des Hipokrates dem kranken Menschen zu helfen, so gut er das kann. Herr Schädlich nimm die Ärzte ohne Grenzen in den Mund, die in allen Herren Ländern aufopfernde Menschlichkeit beweisen, dort auch etwas tun, dass die Menschen dort nicht abwandern. Er ist AfD-Mann. Ein Unzufriedener. Die die Welt ganz einfach sehen wollen. Schuldige suchen. Die Flüchtlinge sind das nicht. So einer Partei kann man nicht hinterherlaufen.

  • 21
    17
    gretahermann
    24.11.2015

    Noch zwei Beispiele für alle, welche an das Gute glauben. 1) Aus erster Hand (oder besser: erstem Mund) erfahren: In einem Dorf in Ostdeutschland; Ortspolizistin sucht nach Umzug neuen Hausarzt. Ärztin: Ich kann Sie als meine Patientin aus Kapazitätsgründen nicht aufnehmen. Frage darauf: Behandeln Sie Asysbewerber? Antwort: Selbstverständlich, bin dazu verpflichtet. 2) Asylbewerber erhalten pro Monat 143 Euro Taschengeld zur freien Verwendung. Steuerzahler haben einen Grundfreibetrag von ca. 8000 Euro im Jahr. Dieser Grundfreibetrag wird vom sog. "Existenzminimumbericht" der Bundesregierung abgeleitet. Darin ist kein Taschengeld oder "Bargeld zur freien Verwendung" enthalten. Wir leben in einem Staat, in welchen die Hilfsbedürftigen besser gestellt sind als die Hilfe-Gebenden. Das nenne ich schlicht pervers.

  • 19
    2
    Zugereiste
    24.11.2015

    "Hippokratischer Eid? Schon mal gehört, Greta?" - Den leisten Ärzte doch schon lange nicht mehr.

    Innerhalb eines anderen Artikels, in dem die Rede davon war, dass ein Arzt einen Patienten aufgrund der unverschämten Verspätung von 15 Minuten nur nach einer Spende an den DRK weiter behandeln will, wurde darauf hingewiesen, dass ein Arzt sich aussuchen kann, wen er behandeln will - oder eben auch nicht.
    Lediglich eine Notversorgung wird er durchführen müssen unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Herkunft, er dürfte aber weder verpflichtet sein, im Flüchtlingsheim selber zu arbeiten noch Menschen aus dem Flüchtlingsheim als (Dauer-)Patienten in seiner Praxis zu behandeln. Im Falle eines Falles ist die Praxis halt einfach voll und er nimmt keine Patienten mehr an. Wer hat das nicht schon erlebt.

    Ich finde das nicht gut, da auch die geflüchteten Menschen ein Recht auf Behandlung haben (und wer der Meinung ist, dass dem nicht so sei, möge sich vor Augen führen, dass Erkrankungen von Flüchtlingen durchaus auch Erkrankungen innerhalb der Stadt nach sich ziehen könnten), aber ich glaube nicht, dass man Herrn Schädlich was kann, so lange er lebensrettende Maßnahmen nicht verweigert.

    @Greta: Das ist der Versuch zu verstehen, warum Menschen, die in Frankreich/Belgien/Deutschland... groß werden, zu Dschihadisten werden. Im Prinzip ist es analog zu Amokläufern. Würde man an Schulen gezielt Jugendliche ansprechen, die innerlich so zerrissen sind, dass sie (potentielle) Amokläufer (wie etwa in Erfurt oder Winneden) sind und diese gezielt einsetzen, hätte man einen ähnlichen Terror wie in Paris. Die Muster sind die gleichen. Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer, nicht der Gesellschaft zugehörig fühlen oder sogar Haß und Wut verspüren, werden immer höchst anfällig für Verführungen sein.

  • 20
    29
    Schinderhannes
    24.11.2015

    Es sollte schnellstens der Approbationsentzug durch die Landesdirektion Sachsen durchgeführt werden.
    Alle Menschen sind gleich.

  • 25
    17
    gretahermann
    24.11.2015

    @Blackadder: Ja. Sie können davon ausgehen, daß der Mediziner weiß, was er tut. Er rechnet evt. mit dem Verlust der Kassenzulassung. Vermutlich auch damit, daß er politisch verurteilt wird, indem man ihm die Approbation entzieht. Das nenne ich mit Konsequenz für die eigenen Überzeugungen eintreten und dafür auch Nachteile in Kauf zu nehmen. Oder kurz: persönliche Freiheit auszuleben. Ob Ihnen die Ansichten und Lebensweise des Arztes gefallen, ist völlig ohne Bedeutung - schließlich würden Sie sich auch verbitten, daß Ihnen irgendwelche Personen Ihre Lebensweise vorschreiben, oder?

  • 24
    16
    Haubi40
    24.11.2015

    @Blackadder: Erzählen Sie das auch der Oma oder einfach Otto Normalverbraucher, die ein halbes bis ein Jahr auf einen Facharzttermin, beispielsweise bei einem Internisten, warten? Ich habe bereits Situationen ERLEBT, wo Flüchtlingen bevorzugt Termine vergeben worden sind die dann wiederum nicht eingehalten wurden. Am nächsten Tag stand der Patient dann da und wollte behandelt werden. Die Erklärung zur Terminvergabepraxis wurde fast schon aggressives Verhalten, gepaart mit völligem Unverständnis. Steht in dem Artikel irgendetwas von den bisherigen Erlebnissen des Arztes? Nein. Also erstmal die Hintergründe abfragen und nicht alles aus dem Kontext reißen!

  • 18
    13
    Blackadder
    24.11.2015

    Hippokratischer Eid? Schon mal gehört, Greta?

  • 20
    24
    gretahermann
    24.11.2015

    Eine echte Prüfung für unsere Berufs-Toleranten, welche alles und jeden willkommen heißen. Bei Terroristen hat man auch Verständnis, wir hörten im Deutschlandfunk von traumatisierter Kindheit und Ablehnung durch die "Mehrheitsgesellschaft" als Ursache für die Kalaschnikow-Selbsttherapie. Wenn ein Arzt macht, was er für richtig hält, wird hingegen der Untergang Deutschlands prognostiziert. Diese weltpolitische Bedeutung wird dem Arzt sicher schmeicheln.



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