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Seit dem Frühjahr wird die Dorfstraße in Röthenbach grundhaft ausgebaut. Gestern hantierten dort Marcus Stöhr und Baggerfahrer Michael Kirchhof von der Firma Loebel Bau.

Foto: David Rötzschke

Straßenbau in Röthenbach entwickelt sich zum Zankapfel

Ein Einwohner des Ortes kritisiert die Arbeiten an der Dorfstraße. Er sieht den Termin der Fertig- stellung in Gefahr. Die Bauleitung widerspricht.

Von Lutz Hergert
erschienen am 11.10.2017

Röthenbach. Kaum ein gutes Haar lässt der Röthenbacher Erich Wilhelm an der Planung und dem Bau der Straße durch den Ort. Er zählt die Probleme auf, die es aus seiner Sicht gibt: "Das ganze Dorf und die Baustelle sind seit Monaten unbeleuchtet. Die Straße gleicht einer Motocross-Piste, obwohl sie mit Baumaschinen abgezogen werden kann, damit kein Personen- und Fahrzeugschaden entsteht", schreibt der Mann, der allerdings nicht an der Baustelle wohnt, in einem Brief. Durch die fehlende Beleuchtung sei man gezwungen, abends eine Taschenlampe zu benutzen.

Wilds Aussagen zufolge sei geplant gewesen, dass die Arbeiten im September zu Ende gehen. Jetzt befürchtet er, dass der Fertigstellungstermin vor Weihnachten nicht gehalten werden kann. Grund: "Es muss doch wohl möglich sein, dass mehrere Teams am Bau beteiligt sind, damit der Termin gehalten wird." Zuletzt hatte Wild oft nur vier Leute an der Baustelle gezählt.

Bauleiter Andreas Panzert sah die Vorwürfe bei der gestrigen Bauberatung gelassen. "Ich wundere mich, dass Leute Probleme vortragen, die nicht an der Straße wohnen, während sich die Anwohner freuen, dass gebaut wird."

Wer Fragen klären möchte, dem riet er, dienstags die Bauberatung zu besuchen. Sie beginnt gegen 8.15 Uhr. Dass er keine Probleme mit der Baustelle habe, sagte Markus Barth gestern bei der Beratung. Der junge Mann hat sein an der betroffenen Straße liegendes Grundstück erst während der Bauzeit erworben und sich mit seinen Wünschen immer direkt an die Bauleitung gewandt: "Da gab es nie Probleme."

"Wir sind nicht verpflichtet, die Baustelle zu beleuchten. Beleuchtet sind die Bauzäune und das, was beleuchtet werden muss", entgegnet Panzert auf Wilds Vorwürfe. Nach seinen Worten habe niemand etwas in der Baustelle zu suchen, der nicht dort wohnt. Was die Fertigstellung betrifft, sei zu keiner Zeit von einem anderen Termin als Dezember die Rede gewesen. "Es kann sein, dass dass Wetter dann verschiedene Arbeiten nicht mehr zulässt. Aber die Schwarzdecke kommt drauf." In dem Punkt pflichtet ihm Vera Kurpjuhn bei. Sie ist Projektleiterin im für den Bau der Kreisstraße zuständigen Landratsamt: "Mit September kann nur eine Teilfertigstellung gemeint gewesen sein." Dass nicht mehr Handwerker auf der Baustelle zu sehen sind, habe laut Panzert einen einfachen Grund: "Die würden sich gegenseitig behindern."

Dass es auf der Dorfstraße Probleme gegeben hat, räumt der Bauleiter ein: "Wir mussten Findlinge wegräumen." Das wäre trotz Probebohrungen nicht abzusehen gewesen. Die Gesamtkosten für den Bau der 507 Meter langen Straße samt Beleuchtung und Fußweg würden trotzdem nicht überschritten. Sie liegen bei 1,1 Millionen Euro. Laut Panzert sei es gelungen, an anderen Stellen zu sparen. So wurde eine geplante Stützmauer nicht errichtet.

 
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