Große Pläne für altes Oelsnitzer Neubaugebiet

Der Stadtteil rund um die Otto-Riedel-Straße und die Adolf-Damaschke-Straße ist in die Jahre gekommen. Deshalb hat die Stadt dort Großes vor. Was geplant ist - und welche Hürden es gibt.

Oelsnitz.

Die Stadt Oelsnitz will dem Plattenbaugebiet rund um Otto-Riedel-Straße und Adolf-Damaschke-Straße eine gründliche Kur verpassen. Das hat der Stadtrat am Mittwochabend mit einem neuen städtebaulichen Entwicklungskonzept für dieses Gebiet einstimmig beschlossen. Das Konzept ist die Voraussetzung für die Aufnahme in das Stadtumbau-Förderprogramm. Die Stadt hofft auf grünes Licht im Sommer - und damit auf die Chane, viele Millionen Euro für dringend notwendige Großvorhaben zu ergattern.

Das ist geplant: Priorität eins haben klar die Sanierung der Kindertagesstätte Am Stadion sowie der benachbarten Grundschule. Beide Vorhaben werden von vielen Bürgern lange ersehnt, ist doch der Bedarf dort - auch im Vergleich zu anderen Kindereinrichtungen der Stadt - augenscheinlich sehr hoch. Darüber hinaus soll auch die alt-ehrwürdige Vogtlandsporthalle aufgemöbelt werden. Der Abbruch eines Anbaus und die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeteiles sind vorgesehen. Ebenfalls im Blick der Sanierer: der bislang nicht befestigte Parkplatz. Erneuert werden sollen auch drei Spielplätze im Gebiet. Das Tobe-Areal an der Paul-Apitzsch-Straße ist als Erstes dran. "Das ist die erste Maßnahme, sobald die Bestätigung kommt", sagte Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank.

Worüber noch diskutiert wird: Eine Debatte entzündete sich im Stadtrat an der Frage weiterer Abbrüche. Denn die stehen ebenfalls im Konzept. Konkret: Im nächsten Jahr der Block Otto-Riedel-Straße 45 bis 53 sowie Geschossrückbauten für die Hausnummern 8 bis 18 und 20 bis 26. Doch gerade Letzteres löste unter Stadträten Erstaunen aus. Selbst Aufsichtsräte des Großvermieters Oewog hatten davon noch nie gehört. Kerstin Zollfrank relativierte: Geplant sei nichts. Die Vorhaben stünden nur "sicherheitshalber" auf der Liste, falls es durch steigenden Leerstand wieder Bedarf dafür gibt. "Wir wollen für alle Eventualitäten Fördermittel erhalten", erklärte Katharina Funke vom Sanierungsträger WGS, Partner der Stadt.

Was das Gebiet prägt: Im Stadtteil leben viele ältere Menschen, teilweise sind es noch die Erstmieter der einstiegen Neubauten. Der Altersdurchschnitt liegt daher über dem der Gesamt-Stadt, so Sanierungsexpertin Katharina Funke.

Private haben im Stadtteil kaum Eigentum. Nur 10 Prozent der Flächen gehören ihnen. 49 Prozent sind städtisch, 14 Prozent gehören der Wohnungsgenossenschaft, 26 Prozent der Oewog.

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1Kommentare
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    voigtsberger
    12.05.2017

    Die Frischzellenkur für Schulen und Kitas sind ja löblich und hoffentlich endet nicht alles wie im Fall der Kita "Sperkennest" und zieht sich auf ewig hin. Auch sollten die Fördermittel reichen, aber da gibt es ja noch die Zwangsprivatisierung und die Einnahmen aus den Verkauf der Grundstücke an die Garageneigentümer mit "Mondscheinpreisen". Da stellt sich aber auch die Frage, gibt es nicht noch schlimmere "Schmuddelecken" in Oelsnitz, wo auch die Stadt in der Pflicht steht und was ist mit den "Hohen Steg", der auf lange Zeit nicht mehr saniert werden soll und schon immer eine Verbindungsweg für Fußgänger und da vor allen für ältere Bürger war, denn nicht alles wird mir der Neuen Brücke auf der Umgehungsstraße abgedeckt und bedeutet doch für viele Bürger einen Umweg, doch das betrifft ja nicht die motorisierten Anwohner im Wohngebiet Siedlung.
    Auch stellt sich noch die Frage, gebraucht ein Wohngebiet drei Spielplätze in Sichtweite , wenn laut Aussage meist älter Bürger im Wohngebiet wohnen und da vor allen der Spielplatz an den OEWOG-Büros, dieses Quadrat der Wohnblöcke wirkt wie ein Schalltrichter, wo Geräusche verstärkt noch oben wiedergeben werden, denn das Spielverhalten der meisten Sprösslinge hat sich total verändert und äußert sich nur noch in Tobsuchtsanfällen.
    Sind wir da nicht schon durch die Personen an den Sporteinrichtungen genug gestraft, wo es im Sommer kontinuierlich vor allen vor dem Vereinsheim zu lautstarken Ruhestörungen und die bis in die Morgenstunden kommt, wo sind da die Bürgerpolizisten, weit weg in ihren Betten!
    Es ist schön wenn man sich in der Stadt Gedankten macht, aber bitte nicht immer konzentriert auf ein schon "gebeuteltes" Wohngebiet, so das die Verantwortlichen ihre Kinder "satt und Sauber", auf ein saniertes Wohngebiet verweisen können, weil es für diese auch noch attraktiv saniert wurde, um in ihren exponierten Wohnlagen vor diesen Lärm verschont zu bleiben und die Kinder ausgebauert wider zu Hause sich einfinden. So ist es und wer dies anzweifelt, der verleugnet die Tatsachen oder ist davon nicht betroffen, wie sich auch kein Bürger in den Randgebieten von Oelsnitz und den und der Innenstadt, sowie den Randgemeinden, die Krawallmacher aus den Sportvereinen, vor seinen Wohnraum dulden würde und auch nicht dulden brauchte, nur rund um das Stadion ist für Lärm ein rechtsfreier Raum!



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