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Die Thälmann- und die Heckertsiedlung befinden sich nicht weit entfernt vom Sachsenring.

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Sachsenring-Lärm: Gespräch mit Bürgerinitiative abgelehnt

Die Landesdirektion will offenbar nicht mehr mit den Einwohnern von Hohenstein-Ernstthal verhandeln, die vom hohen Geräuschpegel betroffen sind. Die Behörde schiebt die Schuld einem Initiator zu.

Von Erik Kiwitter
erschienen am 11.11.2017

Hohenstein-Ernstthal/Chemnitz. Nachdem sich der Stadtrat von Hohenstein-Ernstthal gegen eine Einwohnerversammlung zum Thema Sachsenring-Lärm ausgesprochen hat, ist nun auch ein Gespräch zwischen Bürgerinitiative und Landesdirektion Sachsen geplatzt. Das hat Martin Hartzendorf, einer der Initiatoren der Ortsgruppe Hohenstein-Ernstthal gegen Lärm am Sachsenring im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, der "Freien Presse" mitgeteilt.

Damit verhärten sich die Fronten zwischen Lärmgegnern und Behörden aufs Neue. "Die Ortsgruppe hatte die Landesdirektion Sachsen zu einem Gespräch zu den aktuellen Entwicklungen im Verkehrssicherheitszentrum am Sachsenring gebeten", so Hartzendorf. Nach langwierigen, etwa drei Wochen andauernden Abstimmungen im Hause der Landesdirektion habe eine zuständige Sachbearbeiterin Hartzendorf telefonisch mitgeteilt, dass ein solches Gespräch nicht gewünscht sei. Der Referatsleiter stehe auf dem Standpunkt, dass alle Worte gewechselt seien und keine neuen Entwicklungen in der Lärmeeskalation durch das Verkehrssicherheitszentrum (VSZ) zu verzeichnen seien.

Seit September dieses Jahres haben sich die Beschwerden der Anwohner am Sachsenring über die Lärmbelästigung durch das VSZ wieder vermehrt. Tatsächlich sind mindestens 2000 bis 3000 Einwohner der Stadt Hohenstein-Ernstthal und angrenzender Orte betroffen. Zur letzten Stadtratssitzung hatte eine Abordnung von etwa 25 Frauen und Männern Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU) eine Liste mit Protestunterschriften übergeben. Auch die Großvermieter in den entsprechenden Wohngebieten kommen allmählich in die Bredouille, weil vom Lärm genervte Bewohner Mietminderungen oder Lärmschutzmaßnahmen ins Spiel bringen.

Die Landesdirektion, die für die Genehmigung des Betriebes im Verkehrssicherheitszentrum zuständig ist, stellt die Bitte von Martin Hartzendorf um ein Gespräch und die Gründe für die Ablehnung indes etwas anders dar. "Herr Hartzendorf wurde gebeten, sein Anliegen schriftlich vorzutragen", teilt die Behörde auf Anfrage der "Freien Presse" mit. Hartzendorf habe "aber die Möglichkeit der schriftlichen Darlegung" abgelehnt. So hätte die Landesdirektion keine Möglichkeit gehabt, die Notwendigkeit eines weiteren Gesprächsbedarfs festzustellen, wie es weiter heißt. Vor zwei Jahren hatte es zuletzt Gespräche gegeben. Damals hatte die Landesdirektion nach mehreren Treffen den Betrieb im VSZ wegen eingehaltener Werte für rechtskonform erklärt. Die Bürgerinitiative zweifelt die Werte an.

 
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