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Gefangene im Konzentrationslager Auschwitz.

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Schüler beschimpft Lehrerin: Sie gehören nach Auschwitz!

Aus der Antwort des sächsischen Justizministers auf eine Kleine Anfrage im Landtag geht hervor, dass es an einer Schule im Altkreis Hohenstein-Ernstthal einen bedenklichen Vorfall gegeben hat. Wie geht man mit ihm um?

Von Erik Kiwitter
erschienen am 06.02.2018

Hohenstein-Ernstthal. Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat ein Ermittlungsverfahren gegen den 15-jährigen Schüler einer Schule im Altkreis Hohenstein-Ernstthal wegen Beleidigung eingestellt. Der Jugendliche hatte am 22. August des vergangenen Jahres im Unterricht zu einer Lehrerin gesagt: "Sie gehören nach Auschwitz!" Das Verfahren wurde laut Staatsanwältin Ines Leonhardt im Dezember 2017 deshalb eingestellt, weil die Schule unabhängig von den Ermittlungen der Anklagebehörde eine Disziplinarmaßnahme verhängt hatte.

Der Vorfall wurde erst jetzt bekannt, nachdem der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow der Landtagsabgeordneten Kerstin Köditz (Linkspartei) auf eine sogenannte Kleine Anfrage geantwortet hatte. Die Frage bezog sich auf juristische Folgen politisch motivierter Straftaten im rechtsradikalen Bereich. In dem konkreten Fall stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein, nachdem der Schüler nicht mit zu einer Klassenfahrt durfte. Aus der Antwort des Ministers gehen weitere Fälle hervor, die im Dezember 2017 aus unterschiedlichen Gründen zu den Akten gelegt wurden. In einer Schule in der Nähe von Chemnitz hat eine Schülerin ein Hakenkreuz auf das Federkästchen einer Mitschülerin gemalt. Zwei Fußballer, ebenfalls aus dem Raum Chemnitz, präsentierten sich mit erhobenem rechten Arm auf einem Mannschaftsfoto. Ein Mann unterzeichnete eine E-Mail an die Staatsanwaltschaft in Zwickau mit Heil Hitler.

Nach dem Vorfall an der Schule im Altkreis Hohenstein-Ernstthal alarmierte der Schulleiter die Polizei. Es hätte Gespräche mit dem Schüler und dessen Eltern stattgefunden. "Einmal im Jahr fahren Schüler unserer Einrichtung nach Buchenwald. Auf der Rückfahrt ist die Stimmung bedrückt, die meisten der Jugendlichen sind sehr betroffen, wenn sie mit der Vergangenheit konfrontiert werden", erzählt der Schulleiter. Aber offenbar nicht alle. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz aus Hohenstein-Ernstthal, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Medien und Kultur seiner Fraktion: "Wir haben in den vergangenen Jahren in Sachsen und in Deutschland zu wenig für die politische Bildung getan. Dort liegt der Schlüssel."

 
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Schüler beschimpft Lehrerin: Sie gehören nach Auschwitz!
Das war Auschwitz
 
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Kommentare
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Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 13.02.2018
    00:06 Uhr

    Steuerzahler: @Blacksheep: Mein Beitrag zum Erziehungsauftrag der Schule beleuchtet nur die Pflicht der Schule. Das soll natürlich keinesfalls bedeuten, dass die Eltern die Hände in den Schoß legen dürfen. Nur miteinander wird ein Schuh daraus!

    0 5
     
  • 12.02.2018
    17:11 Uhr

    BlackSheep: @Freigeist14, "Solidarität,Rücksicht , Toleranz und der Lernerfolg in der Gemeinschaft kann umfassend nur im Klassenzimmer vermittelt werden." Ich finde gerade Solidarität, Rücksicht und Toleranz sollten die Eltern vermitteln und vorleben, dann funktioniert das am besten.
    Sie haben aber Recht das das leider bei vielen nicht mehr stattfindet und deshalb in der Schule passiert. Nur werden leider bei vielen die von Steuerzahler genannten Gesetzte als Ausrede benutzt um ihre Kinder nicht zu erziehen und diese Aufgabe an Kindergärten und Schulen zu deligieren und ich finde, allen Gesetzen zu Trotz, das ist eine bedenkliche Entwicklung.

    2 2
     
  • 12.02.2018
    10:58 Uhr

    Freigeist14: Blacksheep@ unabhängig von Ihrem Standpunkt zur Entgleisung des Schülers : Selbstverständlich soll in der Schule Erziehung geboten werden. Solidarität,Rücksicht , Toleranz und der Lernerfolg in der Gemeinschaft kann umfassend nur im Klassenzimmer vermittelt werden. In der heutigen Gesellschaft der Einzelkinder-Haushalte wird so manches verwöhnte Kind in der Schule geerdet.

    1 2
     
  • 11.02.2018
    19:05 Uhr

    Steuerzahler: @Blacksheep: Das mit der Erziehung sehe ich etwas anders. Dazu sagt das Gesetz:
    Par. 1 (3) des Sächsischen Schulgesetzes: Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft beitragen. Diesen Auftrag erfüllt die Schule, indem sie den Schülern insbesondere anknüpfend an die christliche Tradition im europäischen Kulturkreis Werte wie Ehrfurcht vor allem Lebendigen, Nächstenliebe, Frieden und Erhaltung der Umwelt, Heimatliebe, sittliches und politisches Verantwortungsbewusstsein, Gerechtigkeit und Achtung vor der Überzeugung des anderen, berufliches Können, soziales Handeln und freiheitliche demokratische Haltung vermittelt, die zur Lebensorientierung und Persönlichkeitsentwicklung sinnstiftend beitragen." Der Par. 1 spricht auch explizit vom Bildungs- und Erziehungsauftrag. Wie es tatsächlich aussieht, auch mit den christlichen Werten des europäischen Kulturkreises, ist natürlich eine Sache für sich.

    3 3
     
  • 11.02.2018
    16:25 Uhr

    Hinterfragt: @baukhage:"...ein 15jähriger Rotzlöffel..."

    Schon komisch, Sie beschweren sich hier über den Schüler wegen Respektlosigkeit und Beleidigung gegenüber anderen "erwachsenen" Bürgern, machen aber im Gegenzug genau das Gleiche.

    Oder ist die abwertende Betitelung von "nicht erwachsenen" etwa ganz anderes?
    Es ist ein Mensch, egal was er getan haben möge.

    Ich habe noch keinen Richter erlebt, der einem verurteilten Straftäter vor Gericht mit diesen, Ihren Titeln versehen hat.

    Mit Ihrer Wortwahl haben Sie sich selbst ins Aus gestellt!

    Mein Anstand verhindert es, hier meine persönliche/ intuitive Meinung zu Ihrer Auslassung zu schreiben, zudem würde der Beitrag dann sicherlich nicht freigegeben.

    Bedeutung Rotzlöffel laut wiktionary.org::

    [1] Schimpfwort, derb, abwertend: Person, meistens ein Kind oder Jugendlicher, die frech, dreist, arrogant und unbelehrbar auftritt, ..."

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