Wegen Flutlichtanlage: Fußballplatz wird kleiner

In der Sommerpause der Fußballer wird beim TSV Hermsdorf-Bernsdorf ein ersehntes Bauvorhaben umgesetzt. Die Probleme zwischen Gemeinde und Talsperrenverwaltung sind vom Tisch.

Hermsdorf.

Aufatmen beim TSV Sachsen Hermsdorf-Bernsdorf. Der Verein bekommt für seinen Sportplatz endlich eine neue Flutlichtanlage mit moderner LED-Technik. Rund 80.000 Euro lässt sich die Gemeinde Bernsdorf die Neuanschaffung kosten. Aber: Der Fußballplatz wird kleiner.

"Ein Großteil der Förderung kommt über das Leader-Programm. Als Kommune müssen wir rund 24.000 Euro Eigenanteil beisteuern", sagt Bürgermeisterin Roswitha Müller (FDP). Seit Jahren kämpften die Sportler um eine Modernisierung oder Erneuerung der Anlage. Die alte Lichttechnik stammt aus den 1970er-Jahren und ist ziemlich verschlissen. Es war nur noch eine Frage der Zeit, wann die alten Strahler die Betriebserlaubnis verlieren würden.

Für den TSV ist die Anlage wichtig. Der Verein zählt 400 Mitglieder und hat sieben Fußball-Mannschaften im Punktspielbetrieb. Mit dem sogenannten Leader-Programm bot sich auf einmal die Chance, das Projekt "neues Flutlicht" mit einem guten Fördersatz umzusetzen. Die Kommune leitete alles in die Wege. Doch im vergangenen Jahr kam die Talsperrenverwaltung dazwischen. Der Grund: Der Fußballplatz liegt nur wenige Meter vom Lungwitzbach entfernt. Ein Deich schützt den Sportplatz vor einem möglichen Hochwasser.

Der Deich ist nach dem Sächsischen Wassergesetz als öffentliche Hochwasserschutzanlage deklariert - und deswegen mit einem Schutzstreifen zu versehen, der fünf Meter auf beiden Seiten des Deiches einnimmt. Der Streifen ist für die Unterhaltungsarbeiten nötig und zur Deichverteidigung im Notfall vorgesehen. "Genau deshalb darf er nicht bebaut werden", erklärte damals eine Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung. Die neuen Masten aber würden zwei Meter im Sperrstreifen stehen. Das ließ die Talsperrenverwaltung nicht zu, empfahl aber, die Masten außerhalb des Schutzstreifens zu bauen. "Wir haben jetzt eine Lösung gefunden, mit der alle zufrieden sind", erklärt die Bürgermeisterin. Wie die aussieht, weiß Andreas Hofmann, Abteilungsleiter Fußball beim TSV: "Wir werden den Platz um drei bis fünf Meter schmaler machen und proportional auch kürzen. Das geht, der Platz ist groß genug. Natürlich müssen wir auch die Tore wieder in die Mitte versetzen. Das wird ein richtig großer Aufwand."

Nach Aussage der Ortschefin soll der Bau der Anlage in der Sommerpause erfolgen. Den Auftrag hat der Kommunale Zweckverband Stadtbeleuchtung übernommen.

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