Mit I-Pad im Brandeinsatz

Eine neue App soll Sachsens Feuerwehr die Arbeit erleichtern. Dazu stattet der Freistaat alle Gemeinden entsprechend aus.

Dresden.

Ein Blick aufs Display, ein Fingerdruck. So schnell soll es zukünftig gehen, wenn Sachsens Feuerwehr einsatzrelevante Informationen benötigt. Dafür sorgt die neue Feuerwehr-App "FwA 16/1", die gestern von Innenminister Markus Ulbig (CDU) in Dresden vorgestellt wurde. Das Programm ist bundesweit einmalig. Ulbig sprach von "Innovationsgeist made in Saxony". Die App, eine Anwendungssoftware für Mobilgeräte, helfe, Leben und Sachwerte zu schützen und werde nun schnell und flächendeckend eingeführt. Entwickelt wurde sie von Georg Heyne und Frank Gommlicher, Informatiker der TU Bergakademie Freiberg - und Freiwillige Feuerwehrmänner.

Was die App konkret bietet, erklärt Heyne: "Im Einsatz sind Informationen besonders wichtig." Eben diese sollen Feuerwehrleute nun schneller abrufen können. Dazu wurden vier Module entwickelt: Atemschutzüberwachung, Rettungsdatenblätter für Kraftfahrzeuge, Gefahrenstoffdatenbank und Hydrantenplan. "Wenn nach einem Unfall ein Auto aufgeschnitten werden muss, sollte man wissen, wo kritische Stellen sind", so Heyne. "Zum Beispiel ein Airbag." Doch der sitzt je nach Fahrzeugmodell woanders. Von außen ist das für die Einsatzkräfte meist nicht zu erkennen. Mit der App kann die Rettungskarte des Fahrzeugs angezeigt werden. Auch die Druckregulierung von Atemschutzgeräten wird mit einem speziellen Modul genauer und sicherer. Ebenso ist ein aktuelles Verzeichnis von Hydranten und Wasserstellen in Sekundenschnelle abrufbar. Bislang mussten dazu dicke Handbücher mitgeführt werden, die zudem nicht immer auf dem neuesten Stand waren. Ein weiterer Vorteil der App ist die Synchronisierung der Daten: Ein neuer Hydrant oder auch der Vermerk eines Defekts muss nur einmal erfasst werden, dann sind alle im Bilde.

Dass das Interesse an der App groß sei, versichert Karsten Saack, Vorsitzender des Landesfeuerwehr-Verbandes: "Zeit und Sicherheit sind die zwei wichtigsten Faktoren für uns. FwA 16/1 wird vieles erleichtern. Aus anderen Ländern wird bereits rege nachgefragt. Auch das Interesse bei der Feuerwehrmesse im Oktober war enorm."

431 I-Pads werden ab sofort in ganz Sachsen ausgeliefert - eines pro Gemeinde. Bei Bedarf werden weitere Anschaffungen gefördert, hieß es aus dem Innenministerium.

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2Kommentare
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    gelöschter Nutzer
    08.02.2015

    "Mit I-Pad im Brandeinsatz". Super Schleichwerbung FP!

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    08.02.2015

    Sowas ist nicht neu... http://www.feuerwehrcloud.de



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