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Foto: Peter Steffen/dpa

S-Bahn-Schubser-Prozess: Für Verteidiger kein Totschlag

erschienen am 04.12.2017

Dresden (dpa/sn) - Im Prozess gegen zwei Männer, die Mitte März einen 41-Jährigen vor einer herannahenden S-Bahn in Dresden auf die Gleise geschubst haben sollen, haben die Verteidiger einen Tötungsvorsatz verneint. Er gehe nicht von versuchtem Totschlag aus, sagte der Anwalt des aus Marokko stammenden Haupttäters am Montag im Dresdner Landgericht. Das Opfer habe mindestens acht Sekunden Zeit gehabt, die Gleise zu verlassen. Er plädierte für den 24-Jährigen auf eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der zweite Angeklagte will dem Marokkaner im Gerangel nur geholfen haben, erklärte dessen Anwalt, der kein konkretes Strafmaß für den 27-Jährigen aus Libyen forderte. Das sei als Nothilfe erklärbar. Die Staatsanwaltschaft hatte Freiheitsstrafen von fünf sowie sechs Jahren wegen versuchten Totschlags für die Asylbewerber verlangt.

Sie sollen den Pendler am Haltepunkt nach Feuer gefragt und ihn, als er verneinte, angegriffen, auf die Gleise gestoßen und nicht mehr zurück auf den Bahnsteig gelassen haben. Der einfahrende Zug kam dank einer Notbremsung nur knapp vor ihm zum Stehen. Der Familienvater leidet noch immer an den Folgen. Während der 24-Jährige bedauerte, was passiert ist, erklärte sich der Mitangeklagte auch im Schlusswort für unschuldig: «Ich möchte es noch einmal sagen, dass ich diesen Mann nicht verletzt habe.»

Die Kammer will ihr Urteil an diesem Donnerstag verkünden.

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
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Kommentare
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  • 08.12.2017
    13:51 Uhr

    1953866: @Blackadder, "Warum also reiten Sie so auf den Messern rum?" Weil im 4. Beitrag zum "S-Bahn-Schubser-Prozess" am 05.12.2017 um 14:03 Uhr eine gewisse "Blackadder" Messer als Thema aufgemacht hat?

    2 5
     
  • 08.12.2017
    09:26 Uhr

    Blackadder: "Nochmal Blackadder: bestreiten Sie dass es mehr als zwei Messerattacken in Deutschland gibt und wie hoch schätzen Sie die Anzahl ein?"

    Sicher gibt und gab es schon immer Angriffe mit Messern, ja und? Ich weiß nicht, was Sie damit sagen wollen und warum sollte ICH die zusammenzählen? Bin ich die Polizei? Alles was ich sage ist: SIE haben keinen Beleg für die von Ihnen gebrachten Zahlen. Das ist alles. Ich würde nie Zahlen verbreiten, für die ich keine Quelle habe.
    Zumal ich mich immer noch frage, WAS Sie eigentlich mit der Aussage zu den Messerangriffen bezwecken wollen, zumal Sie selbst sagen, dass sie nichts zu Herkunft bzw. Religion der Angreifer wissen bzw. sagen wollen: Warum also reiten Sie so auf den Messern rum?

    5 2
     
  • 08.12.2017
    08:45 Uhr

    1953866: @Blackadde, @SimpleMan, zum wiederholtem Male: es sind Polizeimeldungen, die veröffentlicht und zusammengezählt wurden. Sind diese Meldungen:
    https://www.freiepresse.de/LOKALES/MITTELSACHSEN/FREIBERG/Messerattacke-Angreifer-nicht-mehr-in-Gewahrsam-artikel10048351.php

    https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Polizisten-verhindern-Messerattacke-auf-Kripobeamten-artikel10047133.php

    https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Polizisten-verhindern-Messerattacke-auf-Kripobeamten-artikel10047133.php

    https://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Nach-Messerattacke-Freunde-des-Opfers-stehen-unter-Schock-artikel9568087.php

    usw., falsch, nur weil es in der Polizeistatistik keine Rubrik "Messer" gibt?
    Ich muss mich aber entschuldigen. Es ging um Attacken im Zeitraum von Januar bis Oktober 2017, die also als Gewalttaten erst 2018 in der Statistik erscheinen.
    Nochmal Blackadder: bestreiten Sie dass es mehr als zwei Messerattacken in Deutschland gibt und wie hoch schätzen Sie die Anzahl ein?

    2 4
     
  • 08.12.2017
    08:33 Uhr

    SimpleMan: @Blackadder Das sehe ich auch so. Messerangriffe werden in der offiziellen Statistik nicht einzeln ausgewiesen.

    5 2
     
  • 08.12.2017
    08:05 Uhr

    Blackadder: @Simpleman: Komisch. In dieser Statistik kommt das Wort "Messer" überhaupt nicht drin vor. Wie kommen die Leute dann auf die Zahlen? Wenn ich Google bemühe, finde ich KEINE seriöse Internetseite, die die besagten 3500 Messerangriffe 2017 oder 4000 2016, die von 1953 genannt wurden irgendwo bestätigt. Es gibt hierfür keine Statistik.

    Und damit hat sich die Sache für mich auch erledigt. Wir müssen diese Fakenews ja nicht noch weiter verbreiten.

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