Strafverfahren gegen Experimental-Archäologen abgeschlossen

Chemnitz (dpa/sn) - Der wegen Diebstahls aus der Cheops-Pyramide beschuldigte deutsche Experimental-Archäologe muss in Deutschland keine weiteren gerichtlichen Folgen fürchten. Das Strafverfahren gegen Dominique Görlitz und seinen Kollegen am Amtsgericht Chemnitz wurde abgeschlossen, sagte ein Sprecher am Donnerstag und bestätigte Medienberichte. Gericht und Staatsanwaltschaft hätten sich auf eine Strafe von 1200 Euro geeinigt. Dafür werde es keine Hauptverhandlung geben. Im Juni 2014 hatte die Staatsanwaltschaft Chemnitz einen Strafbefehl über mehrere tausend Euro wegen Diebstahls und Sachbeschädigung beantragt - auf entsprechende Bitte aus Ägypten.

Görlitz will die Zahlung akzeptieren. «Wir müssen uns der Verantwortung stellen.» Damit sei der Fall für den promovierten Experimental-Archäologen erledigt. «Egal, was die Ägypter daraus machen.» Görlitz, zwei deutsche Kollegen sowie sechs einheimische Helfer waren Mitte November in Ägypten zu fünf Jahren Haft wegen Diebstahls von Teilen der Cheops-Pyramide verurteilt worden. Die drei Deutschen waren damals nicht mehr im Land.

Der Experimental-Archäologe war im April 2013 mit zwei Kollegen nach Ägypten gereist, hatte Gesteinsproben entnommen und zu Untersuchungen nach Deutschland gebracht. Die ägyptische Staatsanwaltschaft bezeichnete den Vorgang als Diebstahl, weil ihnen eine Genehmigung fehlte. Das hatten die Angeklagten stets abgestritten.

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