Bergarbeiterkrankenhaus: Klinikum Chemnitz stellt den Mitarbeitern Pläne vor

Der Umbau der Schneeberger Einrichtung soll bis zu acht Millionen Euro kosten

Die Umstrukturierung des Schneeberger Bergarbeiterkrankenhauses (BAK) ist am Dienstag erneut Thema einer Personalversammlung gewesen. Nach der ersten Bekanntgabe der Pläne Ende Oktober für einen Umbau mit der Schaffung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) und einer Pflegeeinrichtung bei gleichzeitiger Einstellung des stationären Betriebes hatte es unter den Mitarbeitern Verunsicherung gegeben. Sie wandten sich daraufhin an den Schneeberger Stadtrat. "Mit der planmäßigen Infoveranstaltung haben wir die künftige Konzeption am Standort Schneeberg den Mitarbeitern aufgezeigt. Diese verdeutlicht konkret, wie es weitergeht und wie viele Fachkräfte benötigt werden", sagte der Vorsitzende des BAK-Aufsichtsrats, Dirk Balster. Er erklärte zudem, dass das Neukonzept für das BAK auch aus wirtschaftlichen Gründen unumgänglich sei. "In diesem Jahr wird mit einem Verlust von bis zu 700.000 Euro gerechnet. Dazu kommen noch die Verbindlichkeiten in Höhe von fünf Millionen Euro, die das BAK gegenüber dem Hauptgesellschafter hat, dem Klinikum Chemnitz", so Dirk Balster. Auch aus der Sicht der Chemnitzer Mitarbeiter sei die Umsetzung des Konzeptes notwendig, denn diese würden derzeit jeden Arbeitsplatz in Schneeberg subventionieren.

Daher ist geplant, dass durch die Schaffung eines MVZ samt Pflegeeinrichtung im Standort BAK die medizinische Versorgung in Schneeberg erhalten bleibt. "Doch dafür müssen wir das Krankenhaus umbauen", erläutert Dirk Balster. Zwischen sieben und acht Millionen Euro müssten investiert werden. "Derzeit sind die Aussichten auf eine Förderung durch den Freistaat gut", sagt er. Und in der Zeit der Bauarbeiten würden in Schneeberg wesentlich weniger Fachkräfte benötigt. "Trotzdem halten wir an unserer Beschäftigungsgarantie innerhalb des Konzerns Klinikums Chemnitz fest." Zudem werde die Geschäftsführung nach individuellen Lösungen suchen.

Die Stadt Schneeberg hatte die Zukunft der Mitarbeiter am Standort zur Bedingung gemacht, ohne die sie dem Verkauf ihrer 25,1 Prozent Anteile nicht zustimmen werde. Und was meint das Personal? "Jeder von uns kann sich entscheiden, wo er künftig arbeiten will", sagte ein Mitarbeiter.

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