Markt bietet Vielfalt an Produkten

Für einen bunten Mix sorgten 40 Aussteller beim Öko- und Streuobstmarkt in Schneeberg. Hundertjährige Traditionen wurden ebenfalls gepflegt.

Schneeberg.

Pflanzen und Kräuter, Bioprodukte, Direktvermarkter der Landwirtschaft, Kunsthandwerk und traditionelles Handwerk - diesen bunten Mix hat es beim 26. Westerzgebirgischen Öko- und Streuobstmarkt am Samstag in Schneeberg gegeben.

Der Einladung von Landschaftspflegeverband Westerzgebirge und Stadt Schneeberg folgten 40 Aussteller. "Nicht nur uns freut es, dass der Markt stattfinden kann, sondern auch die Händler. Damit sich nicht alles so konzentriert, haben wir zusätzlich den Fürstenplatz als Fläche mit eingebunden", erklärte Kai Werner, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Westerzgebirge. "Der Öko- und Streuobstmarkt ist einer der wichtigsten Märkte, den wir in Schneeberg haben und dieser wird gut angenommen", freute sich Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert. "Die Leute wollen wieder mehr einheimische und nachhaltig produzierte Dinge kaufen. Da ist der Markt, der sich über die Jahre etabliert hat, ein gutes Aushängeschild." Der Landfrauenortsverein Westerzgebirge in Lindenau präsentierte sich auch auf dem Markt. "Für uns eine gute Gelegenheit für Einnahmen", sagte Katja Martin, die Inhaberin eines Landwirtschaftsbetriebes in Lindenau ist.

Eine Blaubeere und eine Zitronen-Quitte für den Garten hat Besucherin Cornelia Prager am Samstag nach Hause getragen. Die 36-Jährige besucht jedes Jahr den Öko- und Streuobstmarkt in Schneeberg. "Uns zieht es immer wieder in die Stadt, weil der Markt sehr schön und vielfältig ist und man eine große Auswahl an Pflanzen hat."

Eingebunden in den Öko- und Streuobstmarkt ist das Wappenfest der Stadt Schneeberg, mit dem man an ein altes Bürgermeisterprivileg anlässlich der Verleihung eines neuen Ratssiegels und Stadtwappens durch Kurfürst Johann Georg den II. im Jahr 1665 erinnert. Demnach übergibt der Leiter des Forstbezirkes Eibenstock an den Schneeberger Bürgermeister ein Wildbret. Diese Tradition besteht nunmehr 355 Jahre. Tradition ist es auch, dass seitens der Landfrauen eine Erntekrone an das Stadtoberhaupt übergeben wird. Diese wird im Foyer des Rathauses platziert.

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