Computer hat das Potenzial zum Räuchern

Die Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau GmbH (KWO) hat für ein Gemeinschaftsprojekt mit Saxonia Systems einen Preis bekommen. Ihr rauchender Rechner überzeugte die Jury.

Olbernhau.

Ein rauchender Rechner muss nicht immer ein schlechtes Zeichen sein. Ganz im Gegenteil. Das Olbernhauer Traditionsunternehmen KWO und das Dresdner IT-Unternehmen Saxonia Systems haben damit sogar einen Preis abgeräumt. Auf der internationalen Messe "Haptika" in Bonn wurde der mit Räucherkerzen zu befeuernde Mini-Computertower mit dem "Promotional Gift Award" ausgezeichnet. Bei der Messe präsentierten Hersteller aus vielen Ländern Werbemittel.

Für den Geschäftsführer der KWO, Stefan Feldevert, ist die Auszeichnung ein Ritterschlag. "Wir mussten uns mit Bewerbern aus Deutschland, Tschechien, Monaco und Italien messen und sind dabei das einzige ostdeutsche Projekt gewesen, das sich am Wettbewerb beteiligt hat", sagt der Olbernhauer. Bewertet wurden sowohl die Werbekampagne als auch die praktische Umsetzung in Form des Werbemittels. Saxonia Systems war mit dem Slogan "Für Sie lassen wir unsere Rechner rauchen" angetreten. Bei der Herstellung des qualmenden Computers griffen die Dresdner auf das Können der Erzgebirger zurück.


Die KWO sieht sich als Spezialist für Räuchermänner. "Führend sind wir im Bereich der Individualisierung von Rauchobjekten", so Stefan Feldevert. Auf diesem Gebiet arbeiten die Erzgebirger für Vereine, Behörden, Industrieunternehmen und auch für Rockbands. Dabei legt das Unternehmen nicht nur Wert auf die Qualität, sondern auch auf Authentizität und Nachhaltigkeit. "Wir können unsere Figuren durch Hinzufügen verschiedener Farben und Logos in unterschiedliche Rollen schlüpfen lassen, ohne dass sie kitschig wirken", so der Olbernhauer.

Die Kunden kommen in einigen Fällen mit ganz konkreten Vorschlägen zur KWO. Regelmäßig übernehmen deren Mitarbeiter auch die gesamte Entwicklung der Werbemittel. Die Erzgebirger haben so bereits Kärcher, den Uhrenhersteller Glashütte, Volkswagen, die Bundespolizei und die Band Rammstein beliefert. Grundsätzlich wichtig ist, dass die Figuren eine Geschichte erzählen und zum Auftraggeber passen. Für die KWO ist der Gift-Award die erste Auszeichnung im Bereich der Werbemittel. Auf anderen Gebieten sind die Erzgebirger bereits mehrfach prämiert worden. Dazu gehören der Deutsche Designpreis für Holzspielzeug sowie mehrere Hauptpreise beim Wettbewerb Tradition und Form. Auch in den USA hat die Firma bereits Auszeichnungen abgeräumt.

Der Räucherrechner wird auch bei der KWO verkauft. Ein Teil des Erlöses kommt dabei dem Kinderhilfsprojekt "Cape Hope Town" zu Gute. Dort ist die Geschäftsführerin des IT-Unternehmens Saxonia Systems, Viola Klein, stark engagiert.

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