Flinke Beine nach Schokoladen-Kauf

HOCHSOMMER: Wie kommt der Erzgebirger mit Hitze zurecht, wenn er arbeiten muss und keinen Urlaub hat? Heute: Anett Vogt von der Confiserie Hösel.

Zschopau.

Mit einer offenen Ladentür und kühler Luft aus zwei Frischluftgebläsen werden die Kunden der Confiserie Hösel in Zschopau empfangen. Schokolade ist ein hitzeempfindliches Konfekt, besonders wenn gute Qualität aus Kakaobutter namhafter Hersteller in den Regalen auf verwöhnte Gaumen wartet. Sie kommen auch in der heißen Jahreszeit in das Spezialgeschäft an der Lange Straße.

"Wir unterscheiden prinzipiell nicht zwischen einem Winter- und Sommerangebot", erklärt Anett Vogt, räumt jedoch ein, dass verschiedene Produkte sich besonders in der heißen Jahreszeit großer Beliebtheit erfreuen. Im Februar hat die Zschopauerin das Geschäft von Martina Hösel übernommen: "Mit einer Hitzewelle haben wir damals nicht gerechnet." Doch schnell hat sich die neue Inhaberin auf den ungewöhnlich heißen Sommer eingestellt und die Lagerung optimiert. Mit mobiler Kühltechnik hält sie die Ladentemperatur im Rahmen, denn prinzipiell sind über 30 Grad Celsius der Lagerung des Genussmittels mit Kakao- statt Vanillebutter nicht dienlich. "Bei weißer Schokolade liegt die Schmerzgrenze bei 31,5 Grad Celsius, dunkle Schokolade verträgt zwei, drei Grad mehr." Auch starke Wärmeschwankungen vermeidet sie durch temperaturkonstante Lagerung.

Renner sind derzeit Trüffel mit einem Sorbetkern, die sowohl gekühlt als auch gefroren im Sommer als Eiskonfekt gut ankommen. Auch fruchtige Pralinen und Kakaokonfekt werden gern gekauft. Bei der Verpackung achtet die 53-Jährige auf dunkles Papier, das die Hitze abweist oder verkauft die Leckereien in Ausnahmefällen auch in tiefgekühlter Plastikverpackung, empfiehlt jedoch in jedem Fall den schnellen Heimweg nach dem Einkauf. "Viele Kunden bringen für den Transport nach Hause ihre Kühltaschen mit, besonders wenn es sich um größere Mengen für Feierlichkeiten handelt", weiß Anett Vogt.

Bevorzugt werden Sommer wie Winter Bitter- und Halbbitterschokolade, die aus Italien, Frankreich, der Alpenregion oder Dänemark in das Erzgebirge geliefert wird. Hier müssen ihre verwöhnten Kunden jedoch kleine Abstriche im Sortiment in Kauf nehmen. "In Italien machen selbst renommierte Manufakturen im Sommer Betriebsferien und gehen so dem Risiko eines unsachgemäßen Transportes aus dem Weg." Nicht zu vergessen sind Spezialitäten nach belgischer Rezeptur, die jedoch zum größten Teil in Deutschland hergestellt werden und sich zu jeder Jahreszeit im Angebot befinden.

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