AfD will Geld lieber vor Ort einsetzen

Annaberg-Buchholz.

Wegen der jüngsten Debatte im Kreistag zur Aufnahme von 30 unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten im Erzgebirgskreis hat sich jetzt die AfD nochmals zu Wort gemeldet. So habe sie nichts gegen Flüchtlinge gesagt, wie am Samstag gemeldet, sondern sich dagegen gewandt, dass die unbegleiteten Kinder allein nach Deutschland gebracht werden, so AfD-Kreisrat Joachim Hadlich. Seine Partei spreche sich vielmehr dafür aus, dass die Kinder zurück in ihre Herkunftsländer geschickt werden. "Kinder gehören zu ihren Eltern. Alles andere ist unmenschlich", habe er in seiner Rede im Kreistag gesagt. AfD-Fraktionschef Thomas Dietz hatte vorgeschlagen, die für die Aufnahme notwendigen 1,5 Millionen Euro pro Jahr in den Herkunftsländern der Geflüchteten einzusetzen. Den Antrag, 30 unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus griechischen Lagern aufzunehmen, hatten die Fraktionen der Linken und der Grünen sowie SPD-Kreisrat Sören Wittig eingebracht. Letztlich hatten 56 Kreisräte gegen den Antrag und 16 dafür gestimmt. (alu)

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