Anschluss ans Erdgasnetz für Börnichen in Prüfung

Interessenten vorhanden - Netzbetreiber wertet Bedarfsabfrage aus

Börnichen.

Etwa 100 Haushalte in Börnichen haben Interesse an einem Erdgasanschluss. Das hat eine Bedarfsabfrage des Netzbetreibers Inetz in dem rund 1000 Einwohner zählenden Ort ergeben. Der Netzbetreiber prüft den Anschluss der zum Verwaltungsverband Wildenstein zählenden Gemeinde an das Erdgasnetz. "Für einen positiven Entscheid ist es wichtig, dass möglichst viele Grundstückseigentümer das Interesse an einem Anschluss bekunden. Ob 100 Interessenten reichen, wird sich zeigen", sagt Börnichens Bürgermeister Frank Lohr.

Das Gemeindeoberhaupt hatte bei dem zum Energieversorger Eins gehörenden Unternehmen angefragt, ob eine entsprechende Prüfung möglich sei. In vielen Haushalten werde noch Heizöl verwendet. Da sei Erdgas doch eine saubere Alternative, meint Lohr. Zumal viele der nach der Wende verbauten Heizöltanks sowieso aus Altersgründen ausgetauscht werden müssten. Eine Umstellung von Flüssiggasanlagen auf Erdgasbetrieb sei ebenfalls möglich. Nächste Woche trifft sich Lohr mit Vertretern des Betreibers zur Auswertung der Bedarfsabfrage.

"Um das Netz wirtschaftlich ausbauen zu können, ist es erforderlich, dass sich eine ausreichende Anzahl von Hauseigentümern für einen Erdgasanschluss entscheidet", hatte Inetz im Vorfeld der Bedarfsanalyse mitgeteilt. Inetz ist der örtliche Netzbetreiber für die Erdgasnetze der ehemaligen Südsachsen Netz GmbH und der ehemaligen Netzgesellschaft mbH Chemnitz für deren Erdgas-, Strom-, Fernwärme- und Trinkwassernetz.

Falls sich der Betreiber dafür entscheidet, Börnichen ans Netz anzuschließen, kann das laut Bürgermeister Lohr "sehr schnell" gehen. Dann würde das Verlegen der Leitung im Zuge der Straßenbauarbeiten zwischen Waldkirchen und Börnichen erfolgen. Und diese Maßnahme soll nach Angaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Anfang 2021 beginnen.

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