Die Dritte im Bunde - letzte offene Amtsleiterstelle besetzt

Eine Frau hat das Rennen um die lange Zeit unbesetzte Stelle an der Spitze der Zschopauer Bauverwaltung gemacht. Der Verwaltungsjob bedeutet für sie Neuland.

Zschopau.

Alle drei Amtsleiterstellen in der Zschopauer Stadtverwaltung sind wieder besetzt. Und alle durchweg mit weiblichem Personal. Anfang Juli hat Martina Wutzler (62) in der Bauverwaltung den Stuhl ihrer Vorgängerin Kerstin Buschmann eingenommen. Mit der Umstrukturierung der Verwaltung im Vorjahr waren zugleich die Chefstellen für Kämmerei und Hauptamt ausgeschrieben worden. In den ersten zwei Monaten des neuen Jahres konnten diese mit Nicole Blank (38) und Dana Hinz (38) besetzt werden.

Die offene Leitungsstelle im Bauamt blieb dagegen länger ein Sorgenkind. Die Suche nach einer neuen Herausforderung war für Martina Wutzler die Triebfeder, sich zu bewerben. "Ich wollte in meinem Leben noch mal etwas anderes machen, habe darüber nachgedacht, ins Baufach zurückzukehren", sagt die 62-Jährige, deren zwei Kinder inzwischen aus dem Haus sind. Die Chemnitzerin hat in Weimar Architektur studiert. Als Kunst- und Architekturführerin war sie sachsenweit, insbesondere im Chemnitzer Raum unterwegs. Ein anderes Standbein baute sie sich bei einer Chemnitzer Wohnungsgenossenschaft auf, für die sie als Freie Auftragsarbeiten erledigte. Die Arbeit in einer Verwaltung bedeutet für sie Neuland. "Bisher stand ich immer auf der anderen Seite", sagt sie selbst.

Seit 2. Juli sitzt Martina Wutzler im Zschopauer Rathaus, ist dort aber noch nicht ganz angekommen. Zunächst werde sie zehn Tage im Monat da sein, um in der restlichen Zeit aus ihrer früheren Tätigkeit herrührende Projekte abschließen zu können, sagt Martina Wutzler. Bis 1. Oktober übernehme Frank Lämmel ihre Vertretung. Das Bauamt leitete er bisher kommissarisch. "Es ist ein gutes Gefühl, dass die Kollegen sattelfest sind", fügt Wutzler hinzu.

Die Vorbereitung des Stadtumbauprogramms im Bebel-Gebiet, die Konzept-Entwicklung für die Erweiterung des Gewerbegebietes sowie eines Wohngebietes sieht sie mittelfristig als Schwerpunkte ihrer Arbeit. Zugleich freue sie sich, ihren Arbeitsplatz in einer charmanten Kleinstadt mit schöner Architektur haben zu dürfen: "Die Altstadtbebauung ist in dieser Geschlossenheit selten, und das Schloss mit dem Bergfried krönt das Ganze. Den ganz großen Reiz macht für mich die Topografie dieser Stadt aus."

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